Aastra/Mitel 19.05.2014, 10:14 Uhr

Die Produkt- und Vertriebsstrategie steht

Der Zusammenschluss von Mitel und Aastra nimmt Form an. Vertriebsleiter Michael Page gibt Details zur künftigen Vertriebs- und Produktstrategie bekannt.
Michael Page, Vertriebsleiter bei Aastra
(Quelle: © pressmaster - Fotolia.com)
Gut drei Monate nach der endgültigen Übernahme durch Mitel gibt Aastra einen Ausblick auf die weitere Strategie – und einen kleinen Rückblick.
„Wir konnten unsere Marktanteile in Deutschland in den vergangenen Jahren beständig ausbauen“, sagt Michael Page, Vertriebsleiter bei Aastra, in einem Gespräch mit ­Telecom Handel. Laut einer aktuellen Studie belege Aastra gemeinsam mit Mitel hinter Unify Platz zwei (10,51 Prozent) im deutschen TK-Markt (gemessen an Ports) und habe damit 2013 knapp den Wettbewerber Alcatel-Lucent (10,36 Prozent) überholt. Allerdings: Ohne die Anteile von Mitel, die 0,46 Prozentpunkte zum Aastra-Ergebnis beigetragen haben, wäre der Hersteller noch immer auf Platz drei.
Dennoch, die Berliner sind auf Expansionskurs und wollen die Marktanteile weiter ausbauen, „mit bestehenden und neuen Absatzkanälen“, wie Page betont. Unter dem Motto „2+4 Vertriebsstrategie“ möchte der Hersteller, der noch in diesem Jahr unter dem Brand Mitel firmieren wird, neue Vertriebskanäle erschließen. Potenzial sieht Page dabei vor allem in vier Bereichen: IT-Systemhäuser, Microsoft-Lync-­Partner, Cloud-Anbieter sowie Carrier.
In allen vier Segmenten möchte Aastra vor allem mit Ergänzungsmöglichkeiten, beispielsweise SIP-Terminals, SIP-DECT-Lösungen oder Applikationen wie Vermittlungsarbeitsplätzen, punkten. Im Hintergrund werden deshalb bereits bestehende Teams, die sich auf diese Bereiche spezialisiert haben, erweitert. Einen Ausbau der Distributoren schließt Page dabei zwar nicht aus, er werde derzeit aber auch nicht forciert. Darüber hinaus möchte Aastra bis Ende des Jahres ein eigenes Cloud-Angebot auf den Markt bringen. „Wir arbeiten mit Hochdruck – auch gemeinsam mit Partnern – an dem Projekt und prüfen etliche Optionen“, so Page weiter.
Und er gibt eine Roadmap für die Produktstrategie vor: So sollen die einzelnen Lösungen langsam zusammengeführt werden, „ohne einzelne Produkte vom Markt zu nehmen“. Die neue Serie an SIP-Telefonen, die 6800i-Familie, ist das erste Produkt, das sowohl auf Mitel- als auch auf Aastra-Plattformen läuft. Ältere Produkte wiederum sollen vor allem über Upgrades kompatibel werden. Sukzessive werden die Lösungen beider Unternehmen in den Bereichen MiVoice, MiCollab sowie MiContactCenter angesiedelt; damit werden Lösungen von Aastra der Produktsegmentierung angepasst, die Mitel im vergangenen Jahr eingeführt hat.



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