Digitale Transformation 11.04.2018, 09:10 Uhr

Mitarbeiter kaum in Digitalisierungsprozess eingebunden

Deutsche Unternehmen binden ihre Mitarbeiter kaum in den Prozess der digitalen Transformation ein. Nur elf Prozent der Beschäftigten erleben laut einer Studie die Entwicklungen als gemeinschaftlichen Vorgang.
(Quelle: Rawpixel.com / shutterstock.com)
Unternehmen in Deutschland binden ihre Mitarbeiter bei der Gestaltung der digitalen Transformation laut einer Studie kaum ein. Dabei sei die Mehrheit der Beschäftigten in Deutschland von den positiven Impulsen der Digitalisierung überzeugt, geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag von Microsoft hervor. Unternehmen und Institutionen hätten die Bedeutung des digitalen Wandels durchaus erkannt, sagte Sabine Bendiek, Chefin von Microsoft Deutschland, am Dienstag bei der Vorstellung der Ergebnisse. "Doch sie stellen sich derzeit eher den technischen als den kulturellen Herausforderungen." Dabei sei der Erfolg "immer auch eine Frage der Kultur".
Wie die repräsentative Umfrage ergab, glauben 60 Prozent der Arbeitnehmer, dass die digitale Transformation die Wettbewerbsfähigkeit ihres Unternehmens stärkt. Rund jeder Zweite ist davon überzeugt, dass sie auch zu mehr Spaß bei der Arbeit oder zu einem besseren Gleichgewicht von Arbeit und Freizeit führt. Allerdings fürchten ebenso viele Beschäftigte auch den Verlust des Arbeitsplatzes oder eine Veränderung ihrer Aufgaben.

Positive Grundeinstellung nutzen

"Wer die Digitalisierung erfolgreich gestalten will, muss alle Menschen mitnehmen", sagte Bendiek. Es gelte, die positive Grundstimmung zu nutzen. Derzeit erlebten aber nur elf Prozent der Beschäftigten die Entwicklung als gemeinschaftlichen Prozess unter Beteiligung von Mitarbeitern und Führungskräften. In der Umfrage gab nur jeder vierte Mitarbeiter an, dass er die Geschäftsführung oder den Vorstand als treibende Kraft der Transformation erlebe.
Die Studie gab Microsoft aus Anlass einer Konferenz in Berlin in Auftrag, auf der am Dienstag Vertreter aus Industrie, Wissenschaft, Medien und Forschung zu Fragen der Innovations-, Arbeits- und Wissenskultur diskutieren sollten.



Das könnte Sie auch interessieren