Netzausbau 25.03.2021, 17:00 Uhr

Telekom erreicht Zwischenziel beim 5G-Aufbau und forciert Glasfaser

Der Telekom-Deutschland-Chef Srini Gopalan hat eine positive Zwischenbilanz zum Netzausbau gezogen und legt nun die Messlatte für 5G noch etwas höher.
Glasfaserausbau bei der Telekom
(Quelle: Telekom )
Die Telekom schraubt das Ausbauziel für 5G nach oben und will nun bis Ende des Jahres 90 Prozent der Bevölkerung versorgen. Aktuell sind es bereits 80 Prozent in 5.000 Städten und Gemeinden. "Wir haben angekündigt und wir haben geliefert – schneller als geplant", sagt Telekom Deutschland-Vorstand Srini Gopalan.
Insgesamt habe man 50.000 Antennen im 5G-Netz im Betrieb. Auf dem Land werden 2,1-GHz-Frequenzen verwendet, in bereits mehr als  30 Städten kommt auch 3,6 GHz mit bis zu einem Gigabit zum Einsatz. Hier kamen zuletzt Bochum, Dresden, Emden und Ingolstadt dazu.
Bei der Technik soll der Weg zu einem 5G-Standalone-Netz forciert werden, mit dem eine cloudbasierte Netzarchitektur und zusätzliche Leistungsmerkmale wie Edge Computing oder Network Slicing erreicht werden können.

Kooperationen mit Glasfaser

Im Festnetz soll der Glasfaserausbau weiter intensiviert werden. Aktuell hat das Glasfasernetz der Telekom in Deutschland bereits eine Länge von 600.000 Kilometern. Ziel ist es, bis 2030 allen deutschen Haushalten direkte Glasfaseranschlüsse (Fiber to the Home = FTTH) anzubieten – gemeinsam mit anderen Unternehmen. Das sind nationale Wettbewerber, aber auch Regio-Carrier und Stadtwerke. Auf dem Weg dorthin plant die Telekom aber auch, bis 2024 in über 600 Kommunen direkte Glasfaseranschlüsse eigenwirtschaftlich auszubauen.
Im vergangenen Jahr haben laut der Telekom rund 600.000 Haushalte die Möglichkeit bekommen, sich für einen FTTH-Anschluss zu entscheiden. Bis 2024 sollen es zehn Millionen Haushalte sein, und ab dann sollen weitere 2,5 Millionen Haushalte pro Jahr dazukommen.
Probleme bereitet dabei immer noch die sogenannte "letzte Meile" vom Verteiler in die Häuser der Kunden, die bei der Telekom im Durchschnitt 200 bis 400 Meter lang sei. Srini Gopalan: "Das klingt nicht weit, ist aber in Deutschland wegen der gesetzlichen Regelungen viel teurer als in allen anderen Ländern." Beim klassischen Tiefbau, der in Deutschland üblich ist, koste der Meter im Schnitt 85 Euro. Beim Bauen in Mindertiefe hingegen rund 65 Euro und mit oberirdischen Leitungen nur rund zehn Euro. Zudem seien diese alternativen Methoden deutlich schneller umzusetzen.




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