IP-Umstellung 05.03.2015, 08:10 Uhr

Telekom startet das "Europa-Netz"

Die IP-Umstellung der Telekom läuft europaweit auf Hochtouren. Auf dem Mobile World Congress (MWC) hat die Telekom heute erste Services vorgestellt, die länderübergreifend genutzt werden können.
Rund 100.000 Anschlüsse sind es, die die Deutsche Telekom Woche für Woche europaweit auf  IP umstellt, und acht Millionen nutzen die Technik bereits - eine echte Neuheit ist diese Form der Netzinfrastruktur also nicht mehr.
Dennoch legten sich die Telekom-Vorstände Tim Höttges und Claudia Nemat auf dem Mobile World Congress richtig ins Zeug, als sie offiziell den Startschuss für das "Europa-Netz" des Netzbetreibers gaben - und publikumswirksam einen überdimensionierten Schalter umlegten.
Was ist also neu am Europa-Netz - zumal Telefonieren ins Ausland und weltweites Surfen ja auch bisher schon kein Problem waren? "Wir sind ab heute das erste multinationale TK-Unternehmen, das die Synergien, die bei der Zusammenarbeit unserer Landesgesellschaften entstehen, wirklich ausnutzt", erklärt Höttges. Und Nemat ergänzt: "Statt 10 Fabriken in 10 Ländern für 10 Lösungen nutzen wir künftig zentrale Produktionsstätten für alle."
Ziel sei, dass sich die einzelnen Landesgesellschaften aus einem zentralen Produktkatalog standardisierte Produktbausteine auswählen und auf die Region zugeschnittene Lösungen anbieten. Grundlage hierfür sei jedoch die einheitliche IP-Sprache für die digitale Welt, die neue "Lingua Franca", wie Höttges anfügt.

Start mit Cloud VPN in 3 Ländern

In Kroatien, Ungarn und der Slowakei wird diese länderübergreifende Sprache ab sofort gesprochen. So gibt es hier nun einen Geschäftskundenservice für Virtuelle Private Netzwerke ("Cloud VPN"). Für Privatkunden sollen im Jahresverlauf Fernsehdienste und Videospiel-Angebote folgen.
Als großen Kundenvorteil stellt Höttges auf dem MWC die Möglichkeit heraus, jederzeit und rasch Services zu buchen oder auch wieder abwählen zu können. "Die neuen Angebote sind zukünftig in vielleicht 15 Minuten mit ein paar Mausklicks am PC realisiert, früher hat man schon einmal 2 oder 4 Wochen warten müssen", so Höttges. Außerdem könne man sich den Anruf im Call-Center oder den Weg in den Shop sparen.
Einen Haken hat es also doch, das neue Europa-Netz - zumindest aus Sicht der Vertriebspartner.




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