10.03.2009, 11:14 Uhr

ANGA gegen Senkung der TAL-Entgelte

Der Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber sieht bei einer Reduzierung der Entgelte für die letzte Meile den Infrastrukturwettbewerb und neue Investitionen gefährdet
Der Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber (ANGA) fordert die Bundesnetzagentur dazu auf, die TAL-Entgelte nicht zu verringern, da eine deutliche Absenkung den Infrastrukturwettbewerb bedrohen würde. Zudem wären bei niedrigeren Entgelten zukünftige Investitionen gefährdet. Laut ANGA sei "gerade die Höhe der TAL-Entgelte ein entscheidendes Signal für den Zeitpunkt und den Umfang der Investitionen in alternative Infrastrukturen." Durch eine Senkung der Entgelte für die letzte Meile sieht der Verband besonders den Ausbau der neuen glasfaserbasierten Kabelnetze (HFC-Netze) und Glasfasernetze (FTTB/H) betroffen.
2008 investierten die Kabelnetzbetreiber der ANGA etwa 750 Millionen Euro in die Modernisierung und den Ausbau der Kabelnetze. Mehr als 700 Millionen Euro sollen 2009 investiert werden. Thomas Braun, Präsident der ANGA, macht jedoch deutlich, dass Investitionen entscheidend von der Höhe der TAL-Entgelte abhängen. "Diese Investitionen sind nur dann möglich, wenn das wettbewerbliche und regulatorische Umfeld nicht zum Nachteil der Kabelnetzbetreiber beziehungsweise der bereits in Glasfaserinfrastruktur investierenden Betreiber verändert wird", so Braun.


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