Streit um Gigaset 19.11.2010, 14:20 Uhr

Arques will sich mit Siemens aussöhnen

Die wegen der gemeinsamen DECT-Tochter Gigaset geführten juristischen Auseinandersetzungen zwischen Arques und Siemens sollen nun auf friedlichem Wege beigelegt werden. Hierzu soll noch in diesem Jahr ein Vertragswerk ausgearbeitet werden. 
Ein möglicher Verkauf des DECT-Herstellers Gigaset durch das Beteiligungsunternehmen Arques ist wohl endgültig vom Tisch. Nachdem erst vor kurzem bekannt wurde, dass sich Arques in Zukunft vor allem auf das Telekommunikations-Geschäft konzentrieren möchte, folgte heute prompt eine weitere Mitteilung des Unternehmens. 
Aus dieser geht hervor, dass Arques eine Absichtserklärung zu einer umfassenden Einigungsvereinbarung mit der Siemens AG unterzeichnet hat, die als zweiter Anteilseigner noch rund 20 Prozent an Gigaset hält - und mit der es in der Vergangenheit zu schweren Auseinandersetzungen wegen der gemeinsamen Tochter gekommen war. Ziel dieser Absichtserklärung ist es, die Streitigkeiten zwischen beiden Unternehmen endgültig beizulegen. Hierzu soll bis zum 15. Dezember ein umfassendes Vertragswerk ausgearbeitet und unterzeichnet werden, das alle gegenseitigen streitigen Forderungen im Zusammenhang mit dem Erwerb der Gigaset durch Arques abschließend regelt. 
Vor diesem Hintergrund will der Arques-Vorstand mit den Erlösen aus der im Oktober durchgeführten Kapitalerhöhung und der aktuell platzierten Wandelschulverschreibung alle Verbindlichkeiten gegenüber Siemens abdecken sowie Gigaset mit weiteren finanziellen Mitteln für weitere Expansionsschritte ausstatten. 
Gelingt dies, könnte Arques - unter bestimmten Bedingungen - sogar noch in diesem Jahr die Option zum Erwerb der restlichen Gigaset-Anteile wahrnehmen, hieß es weiter.



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