O2 Quartalsbericht 01.08.2008, 11:10 Uhr

Umsätze steigen dank DSL geringfügig

Der Umsatz im Mobilfunkgeschäft ist wie erwartet rückläufig, dafür boomt das DSL-Geschäft
Ein Umsatzplus von 3,8 Prozent für den Gesamtkonzern Telefónica o2 Germany klingt im ersten Moment recht gut, verschleiert jedoch den anhaltenden Umsatzrückgang im Kerngeschäft, der Mobilfunksparte. Hier mussten die Münchner ein Minus von 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnen, die Kunden gaben statt 726 Millionen Euro im zweiten Quartal 2007 nur noch 716 Millionen Euro im gerade abgelaufenen Q2 2008 aus. Dass der Gesamtumsatz trotzdem einen Sprung um 3,8 Prozent auf 894 Millionen Euro machen konnte, ist allein dem wachsenden DSL-Geschäft zu verdanken.

Wie erwartet hat die Mobilfunksparte mit den weiter sinkenden Gesprächsgebühren zu kämpfen, denn trotz einer Steigerung um neun Prozent bei den Gesprächsminuten und einem Plus von zwölf Prozent bei den versendeten Kurznachrichten konnte der monatliche Umsatz pro Kunde (ARPU) nicht gesteigert werden. Im Postpaid-Bereich ging er im Vergleich zum zweiten Quartal des Vorjahres um 17 Prozent auf 29,30 Euro zurück, Prepaid-Nutzer sorgten mit durchschnittlich 6,10 Euro pro Monat für einen Rückgang um neun Prozent. Insgesamt ergibt sich ein ARPU von 17,60 Euro, das sind 16 Prozent weniger als im Q2 2007.
Bei den Kundenzahlen konnte O2 sowohl im Postpaid- als auch im Prepaid-Sektor zulegen und kommt so für Ende Juni 2008 auf rund 13,6 Millionen Nutzer, ein Plus von 18 Prozent. Im zweiten Quartal hat O2 demnach 568.000 Mobilfunkkunden gewonnen, davon 292.000 Postpaid- und 276.000 Prepaid-Kunden. Ungleich stärker ging die Zahl der DSL-Kunden nach oben, die über Partner wie United Internet, Hansenet, Freenet und O2 direkt per ULL (Unbundled Local Loop) an das Telefónica-Netz angeschlossen sind, und zwar von 339.000 im zweiten Quartal 2007 auf nun 1,1 Millionen. O2 DSL steuert dazu 125.000 Kunden bei, 391 Prozent mehr als vor einem Jahr.



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