04.02.2013, 11:24 Uhr

Foxconn will Arbeitnehmerrechte stärken

Der wegen seiner miesen Arbeitsbedingungen in die Schlagzeilen geratene Auftragsfertiger Foxconn will in seinen chinesischen Werken Arbeitnehmervertreter wählen lassen. Die Maßnahme erfolgt angeblich auf Druck eines prominenten Foxconn-Kunden.
(Quelle: opicobello - Fotolia.com)
Es wäre eine Premiere für Großunternehmen in China: Angeblich will der Auftragsfertiger Foxconn erstmals in seinen Werken eine Art Betriebsratswahl organisieren. Das meldete das Internetportal Spiegel Online unter Berufung auf einen Bericht der Financial Times. Gängige Praxis in China ist es bislang, dass Gewerkschaftsvertreter in chinesischen Konzernen vom Management und den Lokalregierungen kontrolliert werden.
"Ein Vorsitzender und 20 Mitglieder der 'Foxconn Vereinigung von Gewerkschaftskomitees' werden alle fünf Jahre durch eine geheime Wahl bestimmt werden", teilte Foxconn konkret auf eine Anfrage der Financial Times mit.
Allerdings: Die Initiative erfolgt wohl nicht ganz aus freien Stücken. Angeblich soll Großkunde Apple massiven Druck auf den Auftragsfertiger ausgeübt haben, der in der Vergangenheit immer wieder wegen der schlechten Arbeitsbedingungen in den Schlagzeilen gestanden hatte. Als Reaktion hatte Apple-Chef Tim Cook versprochen, künftig stärker auf die Arbeitsbedingungen bei Foxconn zu achten. Vor diesem Hintergrund trat Apple sogar der unabhängigen Fair Labor Association (FLA) bei, die eigene Inspektionen bei Foxconn durchführte.
Bereits nach dem Ende des chinesischen Neujahrsfestes im Februar will Foxconn seine Mitarbeiter mit Unterstützung der FLA für die Wahlen schulen.



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