Bilanz 30.07.2019, 10:16 Uhr

Huawei bereitet sich auf hohe Belastung durch US-Sanktionen vor

Die US-Sanktionen können Huawei vorerst nicht stoppen. Wie der Konzern mitteilte, stieg der Umsatz im ersten Halbjahr um 23 Prozent auf über 52 Milliarden Euro. Mit Blick auf die Zukunft gibt man sich kämpferisch - und stellt sich zugleich auf hohe Belastungen ein.
(Quelle: Veja/Shutterstock)
Der chinesische Huawei-Konzern stellt sich auf höhere Kosten durch die massiven US-Sanktionen ein. "Wir werden weiter durch schwierige Zeiten gehen und in Leute und Materiel investieren müssen", sagte Verwaltungsratschef Liang Hua. Huawei müsse im zweiten Halbjahr noch viele Löcher stopfen. In der ersten Jahreshälfte wuchs der Umsatz des Mobilfunk-Ausrüsters und Smartphone-Anbieters noch deutlich. Das Unternehmen macht aber keine konkreten Angaben dazu, wie stark das Geschäft zuletzt durch die US-Sanktionen gelitten hat.
Huawei war von US-Präsident Donald Trump Mitte Mai unter Hinweis auf Sicherheitsbedenken auf eine schwarze Liste gesetzt worden. Damit wurde dem Unternehmen der Zugang zu Technologie von US-Konzernen und dem amerikanischen Markt weitgehen versperrt. Die Aussicht, dass Huawei-Smartphones keine Updates des Android-Betriebssystems von Google mehr bekommen, erschwerte auch die Verkäufe unter anderem in Europa. Die Android-Sperre wurde zunächst bis Ende August ausgesetzt.
Doch Huawei weiß weiterhin nicht, ob die nächsten Top-Modelle seiner Smartphones mit Android und Zugang zu Google-Apps wie Maps oder GMail ausgeliefert werden können. Huawei wolle definitiv weiterhin Android nutzen, das hänge aber von der US-Regierung ab, sagte Liang Hua. Zugleich bekräftigte er, dass Huawei sich in der Lage sehe, ein alternatives Betriebssystem und eine eigene App-Infrastruktur zu etablieren.



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