GfK 25.02.2010, 13:03 Uhr

Das Konsumklima wird schlechter

Die schwierige Arbeitsmarktsituation und die heikle Haushaltslage Griechenlands sorgen für Verunsicherung. Bei den Verbrauchern sitzt das Geld nicht mehr so locker, Anschaffungen werden genauer überdacht.
Eine erneute Verschlechterung des Konsumklimas erwartet die GfK für den Monat März. Der Konsumklimaindex soll hier mit 3,2 Zählern um 0,1 Zähler niedriger liegen als bei der revidierten Februar-Prognose von 3,3 Zählern. Gründe für die schlechte Konsumstimmung bei den Verbrauchern sind zum einen die schwierige Arbeitsmarktsituation, die sich in den kommenden Monaten weiter zuspitzen soll.
Zum anderen sorgt auch die öffentliche Debatte um die desolate Haushaltslage Griechenlands für Verunsicherung bei den Verbrauchern, da sie negative Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaftsentwicklung befürchten. Die Folge: Einkommenserwartung und Anschaffungsneigung sind rückläufig, die Verbraucher überdenken ihr Ausgabeverhalten genauer als in den vergangenen Monaten.

GfK: Das Konsumklima wird schlechter

Auch die Konjunkturerwartung der Verbraucher wird im Februar um 7,1 Punkte auf 5,6 Punkte sinken. Immerhin liegt der Wert trotz Rückgang weit über dem Vorjahreswert von minus 27,9 Punkten. Laut GfK erwarten die Verbraucher offenbar, "dass die konjunkturelle Erholung in den nächsten Monaten verhalten verlaufen" werde. Die Unternehmen haben dagegen eine deutlich positivere Sicht. So hat der Deutsche Industrie- und Handelskammertag seine Prognose für 2010 auf 2,3 Prozent nach oben korrigiert. Die letzte Prognose der Bundesregierung geht indessen von 1,4 Prozent Wirtschaftswachstum in diesem Jahr aus.




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