Geschäftsbericht 13.08.2019, 13:28 Uhr

Ceconomy reduziert Verluste, leidet aber weiter an Online-Konkurrenz

Ceconomy verzeichnet geringere Verluste. Dennoch leidet der Konzern weiterhin unter dem geringen Online-Wachstum und der zugleich zunehmenden Konkurrenz im E-Commerce.
(Quelle: shutterstock.com/Pavel Kapysh)
Der Elektronikhändler Ceconomy hat seinen Nettoverlust im dritten Geschäftsquartal eingedämmt. Dabei wirkte sich auch der Verkauf der restlichen Anteile am Handelskonzern Metro positiv aus, wie das im SDax notierte Unternehmen am Dienstag in Düsseldorf mitteilte. Im Vorjahr hatten hohe Abschreibungen auf die Metro-Beteiligung das Ceconomy-Ergebnis noch zusätzlich belastet.

Das Nettoverlust verbesserte sich daher in den drei Monaten bis Ende Juni im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 90 Millionen auf 62 Millionen Euro. Im fortgeführten Geschäft sank das Minus von 104 Millionen auf 48 Millionen Euro. Nach den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres konnte der Konzern hier in die Gewinnzone zurückkehren.

Tagesgeschäft verzeichnet Rückgänge

Im Tagesgeschäft musste die frühere Metro-Tochter wegen des laufenden Konzernumbaus aber Rückgänge verkraften. Der operative Verlust (Ebit) verschlechterte sich im Quartal deutlich und betrug 126 Millionen Euro nach einem Minus von 30 Millionen Euro im Vorjahr. Die Kosten für das Sparprogramm bezifferte Ceconomy auf 80 Millionen Euro.

Bereinigt lag der Fehlbetrag im operativen Geschäft bei 45 Millionen Euro und fiel damit etwas höher aus als von Analysten prognostiziert. Das Unternehmen führte neben dem scharfen Wettbewerb, dem Ceconomy mit Rabattaktionen begegnete, auch eine hohe Vergleichsbasis aus dem Vorjahr an. Der Umsatz stagnierte bei 4,6 Milliarden Euro. Bereinigt um Währungsschwankungen sowie Zu- oder Verkäufe erzielte Ceconomy ein leichtes Plus von 0,2 Prozent. Im Vorjahr hatte die Fußballweltmeisterschaft das Geschäft angetrieben. Vor solchen Großereignissen zieht der Absatz neuer Fernsehgeräte üblicherweise stark an.



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