Interview  06.04.2020, 08:20 Uhr

Mobilcom-Debitel: Support in schweren Zeiten

Telecom Handel sprach mit Jochen Otterbach, Geschäftsführer der Mobilcom-Debitel Shop GmbH, über die Auswirkungen auf den Verkauf und die bereits ergriffenen Maßnahmen für Shops und Reseller.
(Quelle: Freenet AG)
Telecom Handel: Wie ist der aktuelle Stand im Handel derzeit?
 
Jochen Otterbach: Zwischenzeitlich hat sich auf lokaler Ebene immer mehr das Verständnis durchgesetzt, dass Mobilfunk durchaus ein für die Menschen systemrelevanter Lebensbestandteil – auch abseits von Versorgungsleistungen der Netze und den damit einhergehenden technischen Fragen - ist. Um Mobilfunk allen zugänglich zu machen bedarf es auch Services – wie Reparaturen, Hilfestellung bei Einrichtungsfragen oder der Hilfe bei auslaufenden Verträgen oder zu notwendigen Neuanschaffungen von Smartphones. Sofern dies möglich ist haben wir dafür unter strengen Auflagen einzelne Shops mit entsprechenden Schutzmaßnahmen für unsere Verkäufer und Kunden sowie den begleitenden verschärften Hygienemaßnahmen geöffnet. Das ist aktuell bei insgesamt 170 Shops der Fall. Allerdings wird immer nur ein Kunde in das Ladengeschäft gelassen. In den anderen Shops weiterhin ein Mitarbeiter zeitlich eingeschränkt für telefonische Anfragen zur Verfügung. Die relevanten Rufnummern sind in den Shops ausgehängt und im Shopfinder von Mobilcom-Debitel zu finden.
 
Was tun Sie konkret für die eigenen Shops und die Partner?
 
Otterbach: Aktuell zahlen wir bei allen direkt steuerbaren Shops für unsere Mitarbeiter die Durchschnittsprovision der letzten 12 Monate weiter. Aber auch im Partner- und Franchisevertrieb wurden erste Maßnahmen in die Wege geleitet: neben der Mietstundung wird den Franchisepartnern auch ohne Einhaltung von Zielvorgaben die durchschnittliche Umsatzbeteiligung der Monate Januar und Februar im März ausgezahlt. Das gilt analog für den sonst typischerweise durch Staffelziele ausgewiesenen Qualitätsbonus. An einer partnerschaftlichen Lösung für den Monat April arbeiten wir unter Hochdruck.
 
Nun sind ja nicht alle Händler gleichermaßen betroffen …
 
Otterbach: Wir haben wir einen Sonder-Fonds aufgelegt für Partner, die besonderen Härten ausgesetzt sind. Das kann zum Beispiel eine Shop-Neueröffnung sein, bei der noch keine Gelegenheit war, kurzfristig entsprechende Umsatzbeteiligungen et cetera zu erwirtschaften, die dann als Grundlage für das Hilfsprogramm dienen können. Hier beziehungsweise in ähnlich gelagerten Fällen sind wir bereits an der einen oder anderen Stelle in engem, direktem Austausch und stehen auch in den nächsten Wochen als Ansprechpartner für ganz individuelle Lösungen von Problemen jederzeit bereit.
 



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