24.04.2012, 10:59 Uhr

E-Plus macht mehr Umsatz

Die E-Plus-Gruppe baut ihren Serviceumsatz in Deutschland im 1. Quartal 2012 aus, der Mutterkonzern KPN schwächelt jedoch.
Mit positiven Geschäftszahlen hat die E-Plus-Gruppe das 1. Quartal 2012 abgeschlossen. Der Mobilfunk-Netzbetreiber konnte seinen Service-Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 4,2 Prozent auf 767 Millionen Euro steigern; der Gesamtumsatz inklusive Endgeräteverkäufe erreichte mit 794 Millionen Euro ein Plus von 2,7 Prozent.
Auch das EBITDA (Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen) lag mit 303 Millionen Euro knapp über dem entsprechenden Vorjahreswert von 301 Millionen Euro. Rückläufig war dagegen die EBIDTA-Marge, die nur noch 38,2 Prozent (Vorjahr: 38,9 Prozent) beträgt.
Die Zahl der freigeschalteten Mobilfunkkarten erreichte mit 23,062 Millionen zum 31. März 2012 einen neuen Höchstwert; der Zuwachs im 1. Quartal 2012 lag bei 345.000. Der durchschnittliche Umsatz pro Kunde und Monat (ARPU) reduzierte sich indes auf 11 Euro (Vorjahr: 12 Euro).
Laut Angaben von E-Plus entscheiden sich mittlerweile 40 Prozent der neuen Vertragskunden für eine Datenoption. Mit der neuen Marke Yourfone.de soll dieses Marktsegment weiter ausgebaut werden. "Wir wollen unsere Wachstumsambitionen damit unterstreichen und Marktanteile insbesondere im Datensegment gewinnen. Wir stoßen die Tür in eine neue Mobilfunk-Ära auf und machen den Mobilfunk endgültig zu einem Alltagsprodukt, das sich jeder in Deutschland leisten kann", so E-Plus-Chef Thosten Dirks.

Kein offensiver Netzausbau

Dabei verzichtet der Netzbetreiber jedoch auf einen entsprechend offensiven Ausbau seines Netzes. So kündigte Dirks gegenüber dem Nachrichtenmagazin Focus an, dass man die Netzschlacht um viel höhere Bandbreiten derzeit nicht mitführen wolle. "Gigabandbreiten sollen andere anbieten. Unsere Netzkapazität reicht für die große Mehrheit unserer Kunden gut aus", so Dirks.
Wenig zufriedenstellend verläuft indes das Geschäft bei der E-Plus-Mutter KPN. Der niederländische Netzbetreiber verzeichnete im 1. Quartal 2012 einen massiven Gewinneinbruch um 51 Prozent auf 288 Millionen Euro. Auch der Umsatz ging um 1,4 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro zurück. Unternehmenschef Eelco Blok gab zu, dass dies nicht den mittel- bis langfristigen Zielen entspreche. Für die zweite Jahreshälfte stellte der Manager allerdings wieder mehr Gewinn in Aussicht.




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