Betriebssystem Bada 10.12.2009, 10:59 Uhr

Samsung verrät Details

Samsung nennt erste Details zum neuen Smartphone-Betriebssystem Bada. Dieses soll vor allem den Massenmarkt für Smartphones bedienen und mehr Flexibilität erlauben.
Das neue Betriebssystem von Samsung nimmt konkrete Formen an: Rund vier Wochen nach der Ankündigung zeigte der Hersteller in London erste Screenshots und verriet weitere Details zu Bada. Dabei wurde vor allem eines klar: Bada wird kein Produkt für die Nische, sondern ein Direktangriff auf den Massenmarkt für Smartphones.
Der Vizepräsident von Samsung Electronics, Hosoo Lee: „Wir wollen das Smartphone für jedermann etablieren.“ Die höhere Flexiblität und die Befreiung von technischen Beschränkungen seien die Hauptgründe für den eigenen Weg, erklärte er weiter. Bada erlaube es, eine größere Palette an verschiedenen Geräten anzubieten. Das erste Handy soll bis Mitte 2010 auf den Markt kommen, alle Bada-Modelle sollen mindestens über UMTS, WLAN, GPS und einen Bewegungssensor verfügen.
Das System ist offenbar eine Weiterentwicklung des proprietären Betriebssystems, das bereits auf dem Jét S8000 des Herstellers zum Einsatz kommt. Bada wird eine Touchscreen-Bedienung mit einer Hand, Flash-Integration, die Unterstützung von diversen Sensoren, 3D-Grafik für Spiele und die Integration von sozialen Netzwerken bieten.

Betriebssystem Bada: Samsung verrät erste Details

Auch die Applikationsentwicklung soll gefördert und ein App Store von Samsung integriert werden. Bei der Präsentation haben bereits Unternehmen wie Capcom, EA Mobile und Gameloft ihre Unterstützung zugesichert.
Samsung plant nach eigenen Angaben zunächst nicht, Bada auch an andere Hersteller zu lizensieren. Die Verwendung anderer Betriebssysteme wie Windows Mobile, Android und LiMo soll bei Samsung aber weitergehen, da dies von den Kunden verlangt werde, hieß es weiter. Der Marktanteil von Samsung am weltweiten Smartphone-Markt liegt aktuell bei unter fünf Prozent.



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