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Netzbetreiber-Bilanz 04.01.2026, 17:06 Uhr

Uploads bringen Datenrekord an Sylvester

Die Telekom, Vodafone und O2 Telefónica haben zum Jahreswechsel so viel Datenverkehr wie nie zuvor in ihren Mobilfunknetzen verzeichnet. Vort allem Selfies und Videos sorgten für viele Uploads.
(Quelle: Erstellt mit ChatGPT)
Jedes Jahr sorgt Sylvester für einen neuen Rekord beim Datenverkehr in den deutschen Mobilfunknetzen. Das melden die Telekom, O2 Telefónica und Vodafone auch für den Übergang von 2025 zu 2026.
Demnach stieg die Datenmenge bei der Telekom im Vergleich zum Vorjahr um fast 35 Prozent. Zwischen 20 und 3 Uhr flossen mehr als 3.900 Terabyte Daten durchs Netz - im vergangenen Jahr waren es noch 2.900 Terabyte. Besonders hoch war der Datenverkehr erwartungsgemäß in der ersten Stunde des Jahres. Dabei war insbesondere der Upload-Anteil höher als sonst üblich und sogar doppelt so hoch wie in einer normalen Nacht.
Bei Vodafone fielen im gleichen Zeitraum 4.500 Terabyte an, das waren rund 50 Prozent mehr als 2024/25. In den vergangenen fünf Jahren hat sich das Datenaufkommen beim Jahreswechsel durch den massiven Anstieg in diesem Jahr mehr als vervierfacht.
Im gesamten Silvester-Zeitfenster von 20 Uhr bis 3 Uhr flossen rund 5.700 Terabyte mobile Daten durch das O2-Netz, allein in der ersten Stunde nach Mitternacht waren es 885.000 Gigabyte. Zum Vergleich: 2024/25 waren es 5,5 Millionen Gigabyte im gesamten Zeitraum von 20 bis 3 Uhr. Dieser Anstieg ist nicht zuletzt bemerkenswert, da durch den Wechsel im Roaming der 1&1-Kunden zu Vodafone, Millionen weniger das O2-Netz nutzten.
Während in den 15 Minuten vor dem Jahreswechsel 21.000 Gigabyte ins O2-Netz hochgeladen wurden, waren es in den ersten 15 Minuten des neuen Jahres 55.000 Gigabyte beim Upload. Damit verschob sich das Verhältnis von Download und Upload deutlich – ein typisches Muster für Silvester, das sich laut den Münchnern mit wachsendem Videoanteil von Jahr zu Jahr verstärkt.
Das sieht auch Vodafone Deutschland CEO Marcel de Groot so: "Neujahrsgrüße werden immer öfter virtuell per Video-Telefonat oder mit hochauflösenden Selfies in den sozialen Medien geteilt. Beliebte Silvester-Klassiker werden immer öfter auch mit dem Smartphone oder Tablet per Mobilfunk gestreamt. Und für viele Handy-Nutzer sind in diesem Jahr schnelle KI-Anfragen bei ChatGPT und Co. ganz normal geworden. Das zeigte sich auch in der Silvester-Nacht." 

Telefoniert wird immer noch

Es wurde aber auch traditionsgemäß kräftig telefoniert: Zwölf Millionen Telefonate liefen in der Silvesternacht durchs Mobilfunknetz der Telekom, ähnlich viele wie zum letzten Jahreswechsel. In einer „normalen“ Nacht sind es etwa fünf Millionen. Fast die Hälfte der Silvester-Anrufe gab es zwischen null und ein Uhr. In dieser Stunde waren es fast 20-mal so viele Telefonate wie normalerweise um diese Zeit. Auch per SMS haben sich die Menschen ein frohes neues Jahr gewünscht. Allein in der Stunde von null bis ein Uhr liefen 800.000 SMS über das Netz der Telekom. Das waren 60 Prozent mehr als normalerweise verschickt werden.
Dafür waren die Gespräche laut O2 Telefónica eher kurz: Die mehr als sieben Millionen Telefongespräche in der Stunde nach Mitternacht dauerten im Schnitt 78 Sekunden, um Familie und Freunden am Telefon ein frohes neues Jahr zu wünschen. Bei Vodafone stieg die Zahl der konventionellen Telefonate per Handy zwischen 20 und 3 Uhr auf 20 Millionen um rund 40 Prozent an, was die Düsseldorfer unter anderem auch mit den vielen neuen 1&1-Roaming-Kunden in ihrem Netz begründen.




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