Das neue TomTom-Flaggschiff Go Live 1000 im Test

Gehorcht (fast) aufs Wort

Bei der Routenplanung gibt sich das Gerät keine Blöße. Die Eingabe von Fahrtzielen erfolgt über die eingeblendete Tastatur oder über Sprachkommandos. In den meisten Fällen funktionierte die Spracheingabe gut, allerdings werden die Auswahlmöglichkeiten nicht nach der Größe des Ortes priorisiert. Wer ins bayerische Passau fahren möchte, bekommt auf das Sprachkommando „Passau“ hin deshalb als Erstes das kleine Dörfchen Passow in der Uckermark vorgeschlagen. So bleibt die Sprachwahl ein nettes Feature, aufgrund des hervorragenden Touchscreens werden die meisten Nutzer aber auf die klassische Eingabemethode zurückgreifen.
Ein Manko begleitet TomTom-Nutzer schon seit mehreren Geräte-Generationen und wurde auch beim Go Live 1000 nicht ganz beseitigt: Für die Routenberechnung  werden unzählige Straßen analysiert, so dass bis zur ersten Fahranweisung etliche lange Sekunden vergehen. Das mag unter anderem der Berücksichtigung von historischen Verkehrsdaten (IQ Routes) geschuldet sein, mit denen das Navi „weiß“, zu welcher Tageszeit und an welchem Wochentag wie viel Verkehr auf den einzelnen Straßen unterwegs ist. Dennoch wäre eine schnellere Routenberechnung wünschenswert.
Während der Testfahrt konnte das TomTom mit klaren und eindeutigen Sprachanweisungen überzeugen, die stets rechtzeitig kamen.
Bei mehrspurigen Straßen sind die Ansagen zwar immer noch recht gut, hier empfiehlt es sich aber, den Bildschirm im Auge zu behalten, um nicht den Überblick zu verlieren. TomTom hat dem Go Live 1000 dazu einen sehr guten Fahrspurassistenten mit eindeutiger Bebilderung spendiert. Ansonsten kann der Fahrer den Blick aber fast immer auf der Straße lassen, denn das TomTom liest neben Straßennamen auch eingehende SMS vom Handy vor, ebenso werden Verkehrshinweise oder der Wetterbericht per Sprachausgabe wiedergegeben.




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