Die Grünen 20.08.2009, 11:10 Uhr

Parteispenden ohne Affäre

Handys zu Wahlkampfbroschüren: Bündnis 90/Die Grünen revolutionieren ihr Parteispendensystem.
So ein Superwahljahr wie 2009 geht ins Geld, da sind den Parteien Spenden immer willkommen. Doch was macht eine Partei wie Bündnis 90/Die Grünen, die kleingeistige moralische Bedenken plagen, wenn dezent Geldkoffer über den Schreib(er)tisch wandern? Sie muss neue Quellen erschließen und hat dazu einen revolutionären Weg gefunden: So können Ökobewegte, die ihres alten Mobitelefons oder iPods überdrüssig geworden sind, diese auf der Website asgoodas.nu verkaufen und einen Teil oder gleich den ganzen Erlös an die Partei spenden.
Statt „Schwerter zu Pflugscharen“ heißt es jetzt also „Handys zu Wahlkampfbroschüren“. Allerdings müssten schon mehrere Millionen Handy-Besitzer ihr Schmuckstück spenden, damit ein Wahlkampfauftritt von Renate Künast in der Mehrzweckhalle Oer-Erkenschwick finanziert werden kann: Bei unserem Versuch ein iPhone zu verkaufen, gab die Website einen Wert von zwei Euro an. Immerhin sprangen im zweiten Versuch 189 Euro heraus – bleibt zu hoffen, dass der Schatzmeister der Partei besser rechnen kann.


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