Olympische Winterspiele 08.02.2018, 11:30 Uhr

Smartphone-Posse um nordkoreanische Athleten

Verstößt es gegen internationale Sanktionen, wenn die 22 nordkoreanischen Olympia-Teilnehmer ein Samsung Galaxy Note 8 geschenkt bekommen? Mit dieser Frage beschäftigen sich aktuell die Organisatoren der Winterspiele von Pyeongchang.
(Quelle: solomon7 - Shutterstock)
Sollen die 22 nordkoreanischen Olympia-Athleten auch ein Smartphone geschenkt bekommen? Diese Frage treibt die Organisatoren der Winterspiele von Pyeongchang um. Olympia-Sponsor Samsung hat rund 4.000 Smartphones der Modellreihe Galaxy Note 8 in einer Sonderedition für Sportler und Funktionäre zur Verfügung gestellt. Wert je Stück: mindestens 800 Euro.
Verstoßen die Olympia-Organisatoren nun gegen Sanktionen, die die Vereinten Nationen gegen Nordkorea verhängt haben, falls sie den Athleten aus dem Nachbarland die Handys geben? Außerdem stellt sich die Frage, ob die Geräte überhaupt im nordkoreanischen Mobilfunknetz funktionieren würden.
Das IOC hat die Organisatoren angewiesen, den Nordkoreanern die Smartphones zwar für die Zeit der Spiele zu überlassen, vor der Rückreise müssten die Gäste die Telefone aber wieder abgeben. Doch auch mit dieser salomonischen Lösung ist das Organisationskomitee nicht glücklich.
OK-Sprecher Sung Baik-yoo sagte laut Nachrichtenagentur AP: "Jemand sollte eine klare Ansage machen. Aber es gibt niemanden, der das machen kann, deshalb haben wir den Nordkoreanern die Smartphones nicht gegeben. Und wir können sie ihnen nicht geben, bis wir nicht sicher sind, dass es kein Verstoß gegen die Sanktionen ist."
Sung wies allerdings darauf hin, dass alle Sportler laut IOC-Regeln gleich behandelt werden müssen - egal, welcher Nationalität.




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