Shop-Konzepte mit dem gewissen Etwas

Prominenz im Base_camp

Den Handy-Shop zu einem Szene-Treff zu machen ist auch ein Ziel des _camps: „Wir bieten in Berlin-Mitte einen Ort, an dem man Digitales spüren und fühlen kann“, berichtet Sachar Kriwoj, einer der Organisatoren des im April dieses Jahres eröffneten Concept Store. Das gesamte Konzept ist darauf ausgelegt, einer digitalen ­Lebensweise Ausdruck zu verleihen, und ist außerdem stark an das lokale Umfeld im Berliner Regierungsviertel angepasst.
Von außen unterscheidet sich das Base_camp deutlich von anderen Mobilfunk-Shops. Auf den ersten Blick fallen das stylische Design und das Raumkonzept auf: Neben einem Mocador-Café präsentiert sich eine Veranstaltungsfläche mit TV-Studio, Verkaufselemente stehen nicht im Vordergrund.
„Unser Ziel ist nicht wie bei einem anderen Mobilfunk-­Laden der Abverkauf. Wir wollen über die Möglichkeiten digitaler Kommunikation informieren“, sagt Kriwoj. Laufkundschaft komme meist wegen der Gastronomie ins Base_camp, auch biete es sich als „Büro“ für Blogger an, denn WLAN sei kostenlos. Weiterhin treffen sich hier die Angestellten aus den umliegenden Büros. Auf der Event-Fläche, die auch Dritten kostenlos zur Verfügung steht, finden regelmäßig Veranstaltungen wie Talkrunden mit Politikern oder Bloggern statt, die sich immer um digitale Themen drehen.
Auch Aggy Leitterstorf, die sich als „Lokal­matadorin“ sieht, nutzt die örtlichen Gegebenheiten: „Mundpropaganda ist für uns ein guter Werbeträger. Wir sind hier in einem sehr ländlich strukturierten Bereich, wo man über die Buschtrommel informiert wird“, sagt sie. Wenn eine Aktion in ihrer „Küche“ oder der „Business-Lounge“ ansteht, so verbreite sich die Nachricht in kürzester Zeit. Genau diese „familiären Strukturen“ im regionalen Umfeld zählen, denn: „Ein Netzwerk kann man in einem kleinen Radius einfach besser und effektiver aufbauen.“




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