Handy-Markt 24.02.2010, 09:43 Uhr

Silberstreif am Horizont

Im letzten Jahr sank der weltweite Handy-Absatz, zeigte aber zumindest im vierten Quartal wieder positive Tendenzen. Nokia, Motorola und Sony Ericsson verlieren, Samsung und LG legen zu.
Selbst wenn das vergangene Jahr für die Handy-Hersteller insgesamt weniger erfreulich war, zeigte sich im letzten Quartal 2009 doch zumindest ein Aufwärtstrend. Insgesamt wurden im gesamten Jahr weltweit 1,21 Milliarden Mobiltelefone verkauft, das waren rund zehn Millionen weniger als 2008. Im vierten Quartal des Jahres konnten die Handy-Schmieden ihre Verkäufe allerdings wieder um 8,3 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum steigern.
Für die positive Tendenz sorgten vor allem die Smartphones, deren Verkäufe im vierten Quartal um 41,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 53,8 Millionen Einheiten stiegen. Immerhin 46,9 Prozent aller Smartphones waren mit dem Symbian-Betriebssystem ausgestattet. Zu diesen Ergebnissen kommen die Marktforscher von Gartner.

Handy-Markt: Silberstreif am Horizont

Der Marktführer Nokia musste im Gesamtmarkt 2009 Einbußen sowohl bei den Stückzahlen als auch beim Marktanteil hinnehmen: Der Anteil fiel gegenüber 2008 von 38,6 auf 36,4 Prozent, die Stückzahl der verkauften Geräte von 472 Millionen auf 441 Millionen Geräte.
Der große Gewinner war Samsung, denn die Koreaner steigerten ihren Marktanteil von 16,3 auf 19,5 Prozent und verkauften immerhin 36 Millionen mehr Handys als 2008. Stark aufwärts ging es auch für LG: Der Hersteller rückte auf den dritten Platz vor und steigerte den Marktanteil von 8,4 auf 10,1 Prozent.
Dadurch überholt wurde Motorola, denn der Anteil der US-Amerikaner fiel von 8,7 auf 4,8 Prozent. Das bedeutete einen Rückgang der Verkäufe von 106 Millionen Geräten auf gerade einmal 58 Millionen, die vorwiegend im Heimatmarkt abgesetzt wurden. Schlecht verlief 2009 auch für Sony Ericsson: Der Marktanteil fiel gegenüber dem Vorjahr von 7,6 auf 4,5 Prozent.



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