Prognose 02.03.2020, 16:13 Uhr

Coronavirus bringt den Smartphone-Markt in Turbulenzen

Die Marktforscher von IDC rechnen damit, dass die weltweiten Smartphone-Verkäufe kurzfristig so stark einbrechen, dass die positiven Prognosen für 2020 hinfällig werden.
(Quelle: Shutterstock/Gorodenkoff)
Eigentlich sollte sich der weltweite Smartphone-Markt dieses Jahr wieder erholen, die meisten Analysten erwarteten ein leichtes Wachstum. Angesichts der aktuellen Entwicklung um den Ausbruch des Coronavirus revidieren die Marktforscher von IDC jetzt diese Prognosen.
So soll es 2020 nun einen Rückgang der weltweiten Verkäufe um 2,3 Prozent auf 1,34 Milliarden Geräte geben. Ursprünglich wurde ein Anstieg von 1,5 Prozent auf 1,4 Milliarden Smartphones erwartet. Alleine im ersten Halbjahr 2020 soll der Rückgang im Jahresvergleich bei 10,6 Prozent liegen, besonders dramatisch ist er in China.
Die Probleme liegen einerseits an Problemen bei der Produktion und Logistik der Smartphones, andererseits am Stillstand des Handels in vielen Regionen Chinas. Zudem sollen sich Käufe in China, wenn sie überhaupt noch erfolgen, fast ausschließlich ins Netz verlagern. Auch die Launches neuer Modelle, die traditionell im Frühjahr stattfinden, sind betroffen und verschieben sich teilweise.
Wenn die Folgen der Krise bewältigt werden können, gibt es zumindest für das Ende dieses Jahres und dann vor allem für 2021 wieder bessere Aussichten: Hier rechnen die Marktforscher unter anderem durch die verstärkte 5G-Einführung gegenüber diesem Jahr mit einem Wachstum von 6,3 Prozent.



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