Nokia Siemens Networks 16.04.2012, 15:47 Uhr

Standort München gerettet

Weil genug Mitarbeiter in eine Transfergesellschaft wechseln, hält Nokia Siemens Networks nun doch an seinem Standort in der bayerischen Landeshauptstadt fest.
Die Angestellten von Nokia Siemens Networks (NSN) am Standort München können aufatmen: Weil dort genug Mitarbeiter freiwillig in eine Transfergesellschaft wechseln, wird sich der Netzwerkausrüster nun doch nicht aus der bayerischen Landeshauptstadt zurückziehen.
Konkret will Nokia Siemens Networks in München 2.000 der insgesamt 3.600 Stellen erhalten. Zuvor hatte das angeschlagene Unternehmen im Rahmen einer groß angelegten Restrukturierung angekündigt, den Standort komplett schließen zu wollen. Dies war auf heftige Proteste der Gewerkschaften gestoßen.
Nach zähen Verhandlungen hatte Nokia Siemens Networks dann vor rund drei Wochen den Erhalt des Münchner Standorts an eine zentrale Bedingung genüpft: Mindestens 90 Prozent der dort vom Stellenabbau betroffenen Mitarbeiter sollten freiwillig in eine Transfergesellschaft wechseln. Denn mit einem solchen Schritt akzeptieren die Wechselkandidaten den Verlust ihres Jobs - kostspielige Abfindungsprozesse werden dadurch ausgeschlossen. 
In der Beschäftigungsgesellschaft, die mindestens zwei Jahre laufen soll, können sich die Betroffenen dafür im Gegenzug nun weiterbilden und nach einer neuen Stelle suchen. Insgesamt nahmen 1.450 Mitarbeiter das Angebot an - 150 Angestellte gehen in Altersteilzeit.
Für den Standort München und die restlichen 2.000 Stellen gibt Nokia Siemens Networks unterdessen eine Bestandsgarantie über drei Jahre ab.




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