Jahresumsatz  15.02.2019, 15:28 Uhr

Schwächeres Geschäft bei EP wegen Medimax

Nach steigenden Umsätzen in den vergangenen Jahren muss EP nun für 2018 einen Rückgang hinnehmen - Schuld ist die Medimax-Kette, dort soll es nun umfassende Änderungen geben.
EP-Vorstand Friedrich Sobol hat nun auch die Leitung von Medimax übernommen
(Quelle: EP)
Die Umsätze von ElectronicPartner (EP) waren in den vergangenen Jahren immer leicht steigend, nun musste die Gruppe erstmals wieder einen Rückgang hinnehmen. Der Zentralumsatz fiel um 2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr, und zwar auf 1,659 Milliarden Euro. Auf den Kernmarkt in Deutschland entfielen davon 1,266 Milliarden Euro, auf die europäischen Landesgesellschaften 393 Millionen Euro.
Das Geschäft mit der Marke EP war dabei von positiver Entwicklung geprägt, hier stieg der Umsatz um 1,5 Prozent. Vorstand Karl Trautmann schreibt diese Entwicklung der 2014 gestarteten Service-Offensive zu: "Ein hochwertiger PoS, kompetente Beratung und ein durchgängiger Auftritt an allen Kontaktpunkten zum Kunden zahlen sich eindeutig aus."
Für den Umsatzrückgang verantwortlich ist das rückläufige Geschäft bei Medimax - und deshalb soll sich hier 2019 viel ändern. So hat Vorstand Friedrich Sobol zusätzlich zu seiner Verantwortung für die Kooperation Deutschland und den Fachhandel die Leitung für Medimax übernommen. „Wir wollen schneller und schlagkräftiger werden, denn wir müssen der hohen Veränderungsgeschwindigkeit unserer Branche künftig noch flexibler Rechnung tragen", so Sobol.
Neuerungen gibt es auch beim Werbekonzept. So verabschiedet sich die Fachmarktkette von regionalen Beilagen und wird per Print ausschließlich nationale Beilagen nutzen. Und auch im Online-Geschäft krempelt der Mutterkonzern einiges um: Künftig findet das Rechtsgeschäft direkt zwischen Markt und Kunde statt. Dafür gibt es neben der Hauptseite Medimax.de einen eigenständigen Shop für jeden der über 120 Märkte.
Beim Sortiment will man weg vom preisaggressiven Kampf um den Kunden und hin zu mehr hochwertigen Produkten. In diesem Zuge wird auch eine klarere Trennung von Ware für die stationäre und die Online-Vermarktung erfolgen.



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