Hausmesse IM TOP 22.05.2019, 07:59 Uhr

Ingram Micro: Neue Services für Partner

Der Broadliner Ingram Micro kommt mit neuen Services, unter anderem im Bereich Channel Financing, außerdem erweitert man das Lösungsportfolio um Amazon Web Services.
Alexander Maier, Chief Country Executive Ingram Micro Deutschland
(Quelle: Ingram Micro)
Bereits im Vorjahr hatte Ingram Micro auf seiner Hausmesse IM TOP den „Transformationsprozess 2020“ angekündigt, um dem zunehmendem Kosten- und Wettbewerbsdruck in der Distribution entgegenzutreten. Im vergangenen Jahr hat der Broadliner laut Alexander Maier, Chief Country Executive Ingram Micro Deutschland, bereits die Profitabilität verbessern können – auch in Deutschland. In diesem Jahr nun sollen neue Themen beim Distributor eingeführt werden, auch Akquisitionen werden laut Maier geprüft.
Diese umfassen vor allem neue Services für Partner, dazu gehören Angebote im Bereich Channel Financing. „Die Finanzierung über Banken wird zunehmend schwieriger für die Reseller“, berichtet Maier. Vorgaben wie beispielsweise, dass ein Projekt mindestens 60 Prozent Hardware-Anteil haben müsse, seien nicht mehr zeitgemäß – vor allem mit der zunehmenden Verbreitung von Managed Services. Deshalb arbeitet der Broadliner mit vier globalen Finanzierungsgesellschaften zusammen, weitere Partner – auch auf regionaler Ebene – sollen folgen. Ein Expertenteam erarbeitet für den Partner ein individuelles Finanzierungsangebot für seine Projekte, bei dem auch Non-IT-Finanzierungen möglich sind.
Darüber hinaus erweitert Ingram Micro sein Lösungsportfolio um Amazon Web Services. Der Broadliner arbeitet bereits mit IBM und Microsoft Azure zusammen. Damit hat man drei große Cloud-Anbieter im Programm, es fehlt eigentlich nur noch Google.
Und schließlich wurde der Leistungsumfang des Cloud Marketplaces erweitert. In dem Sales und Marketing Hub bietet der Distributor herstellerübergreifende Vertriebs- und Marketingmaterialien für alle Cloud-Lösungen im Marketplace. ISVs (Independet Software Vendors) können diese nutzen, um ihre Software-Angebote auf dem Cloud-Marketplace zu bewerben. 
Aktuell arbeitet Ingram Micro zudem daran, die RMA-Abwicklung (Return Material Authorization) zur Rücksendung zu verschlanken. „Wir wollen in diesem Bereich deutlich schneller werden“, kündigt Maier an. Weiterhin werden die Lifecycle Services von Produkten, die aktuell vor allem im Enterprise-Bereich vermarktet werden, standardisiert. Im vergangenen Jahr hat Ingram Micro weltweit 17 Millionen Geräte repariert, professionell entsorgt oder auch ausgetauscht. „Lifecycle Management ist noch nicht im Mittelstand angekommen“, sagt Maier. Deshalb setzt der Distributor in diesem Bereich auch auf das Projektgeschäft mit großen, häufig auch internationalen Kunden. Sind die Abläufe aber standardisiert, so können Reseller die Services auch über den Marketplace buchen und mittelständischen Kunden anbieten.



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