Smartphone
01.10.2025, 11:46 Uhr
Das Model und der Nerd
Apple bringt mit dem iPhone 17 eine runderneuerte Modellpalette – inklusive eines neuen iPhone Air. Wir haben Air, Pro Max und das Basismodell getestet und zeigen, welche Stärken und Schwächen die Geräte im Alltag haben.
Neue Modellpalette vom iPhone mit mehr Leistung und besserer Kühlung
(Quelle: Apple)
Endlich mal wieder was Neues – das hat mancher beim Launch der iPhone-17-Reihe gedacht. Denn mit dem ultradünnen iPhone Air gesellt sich zur Basis, dem Pro und dem Pro Max, ein ganz neues Modell. Dafür fällt die mäßig erfolgreiche Plus-Variante – eine Basisversion mit größerem Display – aus dem Portfolio. Wir haben uns das iPhone 17, das iPhone 17 Pro Max und natürlich das iPhone Air im Alltagstest angesehen. Nicht dabei war lediglich das 17 Pro, das aber bis auf das kleinere Display und den Akku technisch seinem großen Bruder 17 Pro Max entspricht.
Die Farbauswahl des iPhone Air ist deutlich gedeckter als bei anderen Modellen
Quelle: Apple
Möglich wurde das auch durch den Wegfall des SIM-Karten-Slots, denn das iPhone Air nutzt als erstes Smartphone auf dem deutschen Markt nur noch eine integrierte eSIM – immerhin können zwei Profiles gleichzeitig aktiviert werden. Man darf gespannt sein, ob sich das durchsetzt – bei den anderen 17er-Modellen hat es Apple auf jeden Fall noch nicht wie bereits in den USA gewagt. Auch am dünnen Gehäuse sind der Micro-USB-Stecker sowie der Kamera-Slider und der frei belegbare Action-Button vorhanden.
5,6 Millimeter schlank und 165 Gramm leicht ist das neue iPhone Air.
Das iPhone 17 Pro Max bringt dagegen satte 231 Gramm auf die Waage.
Das Gewicht von 165 Gramm ist zwar kein neuer Rekord für Smartphones, trotzdem fällt es sehr positiv auf. Auch sonst liegt das Air gut in der Hand. Der Rahmen besteht aus dem extrem stabilen Titan und soll das Gerät sehr solide machen. Auf der Vorder- und Rückseite kommt Ceramic Shield 2 zum Einsatz. Auch den Schutz vor Staub und Wasser gemäß IP68 hat das Air bekommen. Insgesamt wirkt es sehr hochwertig – was angesichts eines Einstandspreises von 1.199 Euro auch so sein sollte.
Das iPhone Air fällt durch sein ultradünnes Gehäuse auf – technisch macht es aber eher wenige Abstriche
Quelle: Apple
Nur eine Kameralinse
Gut ist die auf 18 Megapixel aufgebohrte Selfiecam, die alle vier 17er-iPhones bekommen haben. Für Gruppenfotos hat sie zum klassischen Hoch- auch ein Querformat, das dank KI automatisch aktiviert wird, wenn mehrere Personen im Raum erkannt werden. Bei der rückwärtigen Kamera betont Apple, dass die einzelne 48-Megapixel-Linse im Air keine Abstriche erfordert und zunächst ist das zumindest bei guten Lichtverhältnissen auch so. Doch den Ultraweitwinkel und einen optischen Zoom vermisst man schon, auch Makroaufnahmen sind schlechter als bei den anderen Modellen. Für alltägliche Ansprüche reicht die Kamera, wer viel fotografiert, wird aber wie bisher zu einem der beiden Pro-Modelle greifen müssen.
Beim iPhone 17 Pro Max setzt Apple auf mehr Leistung, bessere Kühlung ...
Quelle: Apple
... und neue Farben – zu Premium-Preisen
Quelle: Apple
Dieses Material lässt sich besser lackieren und Apple belegt es mit neuen Farben, wobei das neben Silber und Dunkelblau verfügbare knallige Orange nicht nur in den Niederlanden seine Freunde finden dürfte. Außerdem ist die Kühlung in Kombination mit einer Dampfkammer, die hier verbaut wird, im Alugehäuse besser. Gegenüber dem Vorgänger ist die reduzierte Hitzeentwicklung bei starker Belastung durch Gaming deutlich spürbar.
Während das Display gleich groß wie bei der 16er-Generation ist, hat Apple die Helligkeit noch einmal erhöht. Die Ladeleistung mit einem speziellen Charger soll ebenfalls gesteigert worden sein, in etwa 25 Minuten ist der Akku knapp gefüllt. Bei den Laufzeiten gehört der Kraftspender ohnehin zu den ausdauerndsten, wir erreichten ohne Probleme zwei Tage auch bei häufiger Nutzung.
Auch bei diesem Modell reicht der Kamerabuckel jetzt in der Breite fast über die gesamte Rückseite und bedeckt dort rund ein Viertel der Fläche. Die Kamera hat wie bisher drei Linsen. Sie lösen jetzt aber alle mit 48 Megapixel auf, wobei es nur noch einen vierfachen statt einen fünffachen.
optischen Zoom gibt. Die Bilder sind trotzdem besser, da der Sensor um 56 Prozent vergrößert wurde und so mehr Licht annimmt. Bei den Smartphones nimmt Apple damit wieder eine Spitzenposition ein.
Für die Basisversion mit 256 GB werden mit 1.449 Euro so viel fällig wie für den Vorgänger, den neuen preislichen Höhepunkt setzt die erstmals verfügbare Variante mit zwei Terabyte für Daten mit 2.449 Euro – ob wirklich jemand so viel in einem Smartphone speichern muss, ist aber fraglich.
Sinnvoll aufgewertet
Und dann ist da noch das iPhone-17-Basismodell, das der CEO Tim Cook bei der Präsentation das „meistunterschätzte iPhone“ nannte. Es nutzt ebenfalls einen neuen A19-Prozessor, der ohne den „Pro“-Zusatz der anderen Modelle auskommen muss, im Alltag aber nicht spürbar langsamer erscheint. Der Datenspeicher der Einstiegsvariante hat sich gegenüber dem Vorjahresmodell auf 256 GB verdoppelt, trotzdem ist der Preis von 949 Euro stabil geblieben.
Quelle: Telecom Handel
Der Hauptunterschied zu den Pro-Modellen bleibt die Kamera, die auf die dritte Telelinse verzichtet. Aber immerhin hat Apple auch bei der Basis nachgelegt und die Auflösung der Ultraweitwinkellinse auf 48 Megapixel erhöht sowie der Frontkamera den neuen 18-Megapixel-Sensor spendiert. Die Fotos fallen insgesamt sehr gut aus, nur der digitale Zoom stößt schnell an seine Grenzen.
Mit 177 Gramm ist das Aluminiumgehäuse angenehm leicht, auch das Basis-iPhone wirkt hochwertig und liegt gut in der Hand. Das Design hat sich gegenüber dem Vorgänger nicht geändert, es gibt also nicht den breiten Buckel auf der Rückseite, sondern nur zwei herausstehende Objektive. Insgesamt zeigt sich beim Basismodell ein deutlicher technischer Fortschritt, was manchen Käufer der immerhin mindestens 350 Euro teureren Pro-Modelle nachdenklich machen dürfte.