Milliardenverluste 19.03.2020, 09:39 Uhr

Handelsverband fordert Hilfe für Handel

Der Handelsverband fordert von der Regierung schnelle Hilfe für Unternehmen, die aufgrund von Ladenschließungen und ausbleibenden Kunden vor dem Existenzaus stehen.
(Quelle: PlusONE, Shutterstock)
HDE-Präsident Josef Sanktjohanser mahnt die Regierung, den Handel in Zeiten ausbleibender Umsätze durch fehlende Kunden und verordnete Ladenschließungen schnell zu unterstützen. "Die verfügten Geschäftsschließungen führen bundesweit zu einem Umsatzausfall von rund 1,15 Milliarden Euro pro Tag beziehungsweise sieben Milliarden Euro pro Woche", erklärt er.
Für zahlreiche Handelsunternehmen bedeute dies höchstwahrscheinlich die Insolvenz, wenn nicht sofort und unbürokratisch staatliche Hilfen in Form von direkten Zahlungen und KfW-Bürgschaften ohne Eigenbeteiligungen gewährt werden. „Die Finanzbehörden und die Sozialversicherungsträger müssen die im März und April fälligen Zahlungen umgehend stunden“, so Sanktjohanser weiter. 
Des Weiteren appelliert der Verband an die Vermieter von Ladenlokalen, Mieten auszusetzen und Mietstundungen zu ermöglichen. „Von den Schließungen betroffene Händler haben kurz- und langfristig erhebliche Liquiditätsprobleme. Ohne Einnahmemöglichkeiten sind die laufenden Kosten nicht zu stemmen. Die Mietkosten machen dabei einen Großteil aus“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. 
So sei der Handel die Wirtschaftsbranche, die in der Lage ist, jeweils die höchsten Mieten am Standort zu zahlen. Ohne den stationären Handel werden diese hohen Mietzahlungen in Zukunft ausfallen.   



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