In Hamburg 05.12.2018, 13:10 Uhr

„Smartpay“: Saturn stellt neues Zahlungssystem ohne Kasse vor

Nach Innsbruck und München testet Saturn sein Mobile-Payment-System "Saturn Smartpay" nun auch in Hamburg. In der Hansestadt soll das Bezahlsystem jedoch für fast alle Artikel in dem Fachmarkt gelten, der laut Saturn der größte seiner Art weltweit ist.
(Quelle: Saturn )
Der Elektronikfachmarkt Saturn hat in seiner Filiale in der Hamburger Innenstadt eine neue Zahlungsmethode vorgestellt, die den Kunden das Warten an der Kasse erspart. Das System "Saturn Smartpay" ist eine Mobile Payment-Anwendung und beruht auf einer App für das Smartphone, mit der die Kunden die Ware direkt am Regal erwerben und bezahlen können. Sie müssen dann allerdings noch an einem Express-Schalter am Ausgang die Ware entsichern lassen.
(Quelle: Saturn)
Die Bezahlung mit der App ist aktuell per Kreditkarte oder Paypal möglich, nach dem Kauf erhält der Kunde die Rechnung für seinen Einkauf per Mail zugeschickt. Die App dient außerdem als persönlicher Einkaufsassistent: Sie liefert Produktinformationen, Bilder und aktuelle Preise und speichert den digitalen Kassenbon. Zudem bietet sie eine Feedbackfunktion, über die man seine Erfahrung beim kassenlosen Einkauf mit Saturn teilen kann.
Mit "Saturn Smartpay" will der Elektronikhändler zum einen evaluieren, wie mobiles Bezahlen bei Kunden in Deutschland ankommt. Zum anderen wird getestet, wie der Self-Checkout auch bei hochwertigen, preisintensiveren Produkten mit Diebstahlsicherung funktionieren kann.

Pilotprojekt in Österreich

Saturn hatte eine erste Version des Systems bereits im Frühjahr drei Monate lang in Innsbruck in Österreich getestet und auch in München einen kleineren Testlauf gestartet. In Hamburg soll das Bezahlsystem jedoch für fast alle Artikel in dem Fachmarkt gelten, der laut Saturn der größte seiner Art weltweit ist.
Kassenloses Bezahlen gilt gegenwärtig als heißes Thema im Einzelhandel. Mehrere Unternehmen, darunter Amazon und Edeka, experimentieren mit verschiedenen Lösungen. Dabei müssen vor allem Aspekte des Datenschutzes und der Sicherheit vor Missbrauch und Diebstahl beachtet werden.
Vor allem die Amazon-Go-Läden gelten als Vorbild bei diesem Thema. Aktuell testet Amazon das Prinzip in Seattle auf einer größeren Fläche, die wie ein großer Supermarkt eingerichtet sei. Auf größeren Ladenflächen mit höheren Decken und mehr Produkten sei es aber schwieriger, die Technologie einzusetzen. Deshalb könne es noch dauern, bis das System in größere Supermärkte komme.


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