GfK-Analyse 03.12.2021, 11:00 Uhr

Deutsche planen weniger Budget für Weihnachtsgeschenke ein

Der Weihnachts-Countdown läuft - und das Geschenke-Shopping ist in vollem Gange. Laut einer GfK-Studie haben sich deutsche Verbraucher dafür jedoch mit durchschnittlich 325 Euro ein geringeres Budget gesetzt als 2020.
(Quelle: Shutterstock/Konstantin Zibert)
Eine GfK-Analyse zum Einkaufsverhalten zu Weihnachten zeigt, dass die Deutschen dieses Jahr nicht so viel Geld für Geschenke einplanen: Durchschnittlich wollen sie 325 Euro für Weihnachtsgeschenke ausgeben - 2 Prozent weniger im Vergleich zum Vorjahr. Das zu erwartende Umsatzvolumen im deutschen Einzelhandel würde somit auf 19,4 Milliarden Euro zurückgehen. 
Die steigenden Lebenshaltungskosten sind laut der Umfrage für gut die Hälfte der Verbraucher der Grund für ein geringeres Weihnachtsbudget. 32 Prozent der Befragten machen sich zudem Sorgen, dass sie Geschenke wegen der Lieferengpässe nicht mehr rechtzeitig vor dem Fest bekommen. 37 Prozent aller Verbraucher haben den Kauf der Weihnachtsgeschenke sogar vorgezogen, um Lieferprobleme zu vermeiden. 

Nachhaltige Geschenke liegen im Trend

Und auch in der Weihnachtszeit setzt sich der Trend zum Online-Shopping fort: 62 Prozent der Verbraucher geben an, Geschenke hauptsächlich online einzukaufen. In der Altersgruppe von 30 bis 39 Jahren sind es sogar 73 Prozent.  Dennoch wollen sich 44 Prozent der Konsumenten den Weihnachtseinkaufsbummel in der Innenstadt nicht nehmen lassen - in der Altersgruppe zwischen 18 und 29 Jahren sind es sogar zwei Drittel.
Auch das Thema Nachhaltigkeit spielt dabei zunehmend eine Rolle: So achtet mehr als die Hälfte (52 Prozent) der Konsumenten beim Xmas-Shopping auf nachhaltig hergestellte Produkte, für 11 Prozent ist Nachhaltigkeit bei der Geschenkewahl sogar sehr wichtig.
"Das geplante Budget für Weihnachtsgeschenke ist etwas geringer als vergangenes Jahr. Interessant ist aber die Verteilung über die Gesellschaft hinweg: Während Haushalte mit hohem Einkommen planen, ihre Ausgaben für Geschenke gegenüber dem letzten Jahr zu erhöhen, müssen Menschen mit geringem Haushalts-Nettoeinkommen sparen und wollen weniger ausgeben. Fast die Hälfte der Bevölkerung hat wegen steigender Preise für Strom, Benzin, Gas und Lebenshaltung ein geringeres Weihnachtsbudget als sonst", sagt Petra Süptitz, Consumer Insights-Expertin bei GfK.
Für die Studie wurden 1.000 Personen im Alter von 18 bis 74 Jahren befragt.




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