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Magic V6: Honor erhöht Schutzklasse bei Foldables

Mit dem Magic V6 soll erstmals ein faltbares Smartphone sowohl IP68- als auch IP69-Zertifizierungen erfüllen. Damit rückt die Robustheit von Foldables stärker in den Fokus, insbesondere beim Scharnier und beim flexiblen Innendisplay.
Honor Magic V6

Honor Magic V6 im aufgeklappten Zustand: Das Foldable soll als erstes Modell seiner Klasse sowohl IP68- als auch IP69-Schutzklassen erfüllen

© Honor

Honor stattet sein Foldable Magic V6 mit einer Kombination aus IP68- und IP69-Zertifizierung aus. Während IP68 Schutz gegen Staub sowie gegen dauerhaftes Untertauchen in Wasser bescheinigt, steht IP69 zusätzlich für Widerstand gegen Hochdruck- und Heißwasserstrahlen. Die Kombination beider Schutzklassen ist im Segment der faltbaren Smartphones bislang ungewöhnlich.

Gerade bei Foldables gelten Scharniere und flexible Displays als konstruktive Schwachstellen. Während klassische Smartphones seit Jahren hohe Schutzklassen erreichen, war dies bei faltbaren Geräten technisch anspruchsvoller. Das liegt vor allem an beweglichen Bauteilen und komplexen Dichtungsanforderungen im Bereich des Faltmechanismus.

Honor setzt beim Magic V6 nach eigenen Angaben auf ein verstärktes Scharnier aus einem hochfesten Spezialstahl mit einer Zugfestigkeit von 2.800 MPa. Ziel ist es, die strukturelle Stabilität auch bei wiederholten Faltvorgängen zu sichern. Zusätzlich wurde das Innendisplay mit einer Kombination aus ultradünnem Glas (UTG) und entspiegelnden sowie verschleißfesten Beschichtungen ausgestattet. Eine niedrige Reflexionsrate soll die Ablesbarkeit verbessern, gleichzeitig soll die Oberfläche widerstandsfähiger gegen Kratzer und mechanische Belastung sein.

Robustheit als Wettbewerbsfaktor

Die Ankündigung kommt vor dem Hintergrund eines wachsenden Wettbewerbs im Foldable-Segment. Geräte dieser Kategorie haben sich vom Design-Experiment zum Premiumprodukt entwickelt. Mit steigenden Verkaufspreisen erwarten Nutzer zunehmend eine Alltagstauglichkeit, die mit klassischen Smartphones vergleichbar ist, inklusive Schutz vor Wasser und Staub.

Ob IP69 künftig zum Standard für Foldables wird, bleibt abzuwarten. Die Zertifizierung selbst ist normiert, sagt jedoch nichts über reale Belastungsszenarien im Alltag hinaus. Entscheidend wird sein, wie sich Konstruktion und Dichtung langfristig bei häufiger Nutzung und mechanischer Beanspruchung bewähren.

Für den Markt bedeutet die Entwicklung vor allem eines: Die Robustheit faltbarer Geräte wird zunehmend zum Differenzierungsmerkmal. Neben Displayqualität, Kamera und Bauhöhe rückt damit die mechanische Belastbarkeit stärker in den Fokus der Produktentwicklung.

Was bedeuten IP68 und IP69?

IP steht für „Ingress Protection“ und definiert den Schutzgrad eines Geräts gegen das Eindringen von Fremdkörpern und Wasser. Die Kennzeichnung besteht aus zwei Ziffern:

Erste Ziffer (Staubschutz):
6 = vollständig staubdicht

Zweite Ziffer (Wasserschutz):
8 = Schutz gegen dauerhaftes Untertauchen
9 = Schutz gegen Hochdruck- und Heißwasserstrahlen

Wichtig: Die Schutzklasse bezieht sich auf normierte Labortests. Sie sagt nichts darüber aus, wie sich ein Gerät unter realen Alltagsbedingungen oder nach längerer Nutzung verhält.

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