Sicherheitsmarkt wächst 2026 auf 14,3 Milliarden Euro
Susanne Dehmel, Mitglied der Bitkom-Geschäftsleitung, hat auf der it-sa in Nürnberg neue Marktzahlen zur IT-Sicherheit vorgestellt. Sie stammen aus dem IDC Worldwide Security Spending Guide. Danach steigen die Ausgaben in Deutschland 2026 von 12,8 auf 14,3 Milliarden Euro. Für 2027 erwartet Bitkom ein weiteres Plus von 10,7 Prozent auf 15,8 Milliarden Euro. Der Markt würde damit erstmals die Marke von 15 Milliarden Euro überschreiten.
Software wächst am stärksten
Den größten Anteil hat in diesem Jahr Sicherheitssoftware mit 7,8 Milliarden Euro, ein Plus von 14,5 Prozent. Sie macht 55 Prozent des Marktes aus, etwa für den Schutz von Endgeräten und Cloud-Umgebungen, für Identitäts- und Zugriffsmanagement und für die Erkennung von Angriffen. Auf Dienstleistungen wie Beratung, die Integration von Sicherheitslösungen und Managed Security Services entfallen 5,3 Milliarden Euro, ein Plus von 7,3 Prozent. Hardware wie Firewalls und andere Spezialgeräte kommt auf 1,2 Milliarden Euro. Sie legt mit 14,6 Prozent am stärksten zu.
Für 2027 erwartet Bitkom ein anderes Bild. Software soll um 14,6 Prozent auf 8,9 Milliarden Euro wachsen, Dienstleistungen um 8,4 Prozent auf 5,7 Milliarden Euro. Bei Hardware rechnet der Verband nach dem „außergewöhnlich starken Beschaffungsjahr 2026“ mit einem Rückgang um 4,2 Prozent auf knapp 1,2 Milliarden Euro. Das Dienstleistungsgeschäft, in dem Systemhäuser Beratung, Integration und Managed Security anbieten, wächst damit in beiden Jahren langsamer als der Gesamtmarkt.
Anteil am IT-Budget bleibt gleich
Trotz der steigenden Ausgaben ändert sich der Anteil der Sicherheit am IT-Budget nicht. Im Schnitt fließen wie im Vorjahr 18 Prozent in die IT-Sicherheit. Das ist etwas weniger als der Richtwert von 20 Prozent, den Bitkom und das BSI empfehlen. Als Hintergrund nennt Bitkom die Studie „Wirtschaftsschutz 2026“: Danach entsteht der deutschen Wirtschaft durch Datendiebstahl, Spionage und Sabotage ein jährlicher Schaden von mindestens 211 Milliarden Euro, 76 Prozent davon gehen auf Cyberangriffe zurück.
„Mit dem Cyber Resilience Act und der Umsetzung der NIS-2-Richtlinie steigen die Anforderungen an Unternehmen. Die Nachfrage nach leistungsfähigen und vertrauenswürdigen Sicherheitslösungen ist eine Chance für Anbieter aus Deutschland und Europa“, sagt Dehmel.