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Lesedauer 3 Min.

Dünn, bunt, anders: Smartphones abseits der etablierten Wege

Auf der IFA 2025 sorgten Tecno mit dem weltweit dünnsten Smartphone und TCL mit einem augenschonenden Nxtpaper-Modell für Aufmerksamkeit. Beide Geräte sind technisch interessant, laufen in Deutschland jedoch am Fachhandel vorbei.

Tecno Slim: Auf der IFA 2025 vorgestelltes Smartphone mit weniger als 6 Millimetern Gehäusedicke

© (Quelle: Tecno)

Auf der IFA 2025 standen nicht nur die üblichen Modelle von Samsung oder Motorola im Rampenlicht. Auch kleinere Hersteller nutzten die Bühne, um ihre Neuheiten zu zeigen. Tecno präsentierte mit dem Slim die weltweit dünnsten Curved Smartphones, TCL führte mit dem Nxtpaper 60 Ultra seine Display-Technologie weiter. Auffällig ist: Beide Geräte laufen am Fachhandel vorbei.

Die größte Aufmerksamkeit unter den Exoten zog Tecno auf sich. Die Marke gehört zum chinesischen Konzern Transsion Holdings, der vor allem in Afrika und Asien stark vertreten ist und dort seit Jahren Marktanteile erobert. In Deutschland dagegen spielt Tecno bislang keine Rolle.

Auf der IFA stellte das Unternehmen das Tecno Slim vor – eine Modellreihe, die neue Maßstäbe in der Bauhöhe setzt. Mit 5,93 Millimetern in der 4G-Version und 5,95 Millimetern bei der 5G-Variante gilt das Slim aktuell als das weltweit dünnste Smartphone mit gebogenem Amoled-Display. Möglich wurde das durch eine aufwendige Miniaturisierung von Komponenten wie Akku, Lautsprecher und USB-Anschluss.

Trotz der extrem schlanken Bauweise verzichtet Tecno nicht auf Ausstattung: Ein 5.160-mAh-Akku mit 45-Watt-Schnellladen, IP64-Zertifizierung und militärgradgetestete Widerstandsfähigkeit gehören dazu. Auch die Displays bieten mit 1,5K-Auflösung, 144 Hertz Bildwiederholrate und bis zu 4.500 Nits Helligkeit Werte auf Flaggschiff-Niveau.

Dazu kommen verspielte Details wie das sogenannte „Mood Light“ auf der Rückseite, das Benachrichtigungen durch Leucht-Animationen anzeigt. Mit Preisen um die 200 Dollar positioniert sich Tecno im unteren Bereich. Für den Fachhandel in Deutschland bleibt das Gerät dennoch außen vor – weder gibt es eine Distribution noch einen sonstigen Partner für den Vertrieb.

Display mit Papier-Effekt

Auch TCL nutzte die Messe, um ein neues Modell vorzustellen. Der Hersteller war in Deutschland früher über die Marke Alcatel im Fachhandel präsent, dieser Weg wird inzwischen aber nicht mehr beschritten.

© Quelle: TCL

Mit dem Nxtpaper 60 Ultra setzt TCL auf eine Technik, die vor allem die Augen schonen soll. Ein 7,2-Zoll-Panel mit Blaulichtreduzierung, Anti-Reflex-Beschichtung und flimmerfreier Darstellung soll ein papierähnliches Leseerlebnis schaffen. Dazu kommt die Unterstützung eines Stylus für Notizen und Zeichnungen. Auf der Rückseite findet sich eine Periskopkamera mit 50 Megapixeln, die optischen Zoom und Bildstabilisierung kombiniert.

Angetrieben wird das Gerät von einem MediaTek Dimensity 7400, kombiniert mit bis zu 24 GB RAM (inklusive RAM-Erweiterung) und 512 GB Speicher. Der Preis liegt bei 499 Euro beziehungsweise 549 Euro, verkauft wird das Gerät in Deutschland allerdings ausschließlich über Amazon. Für Fachhändler ist das Modell damit nicht zugänglich.

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