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Lesedauer 3 Min.

Generation Smartphone fordert weniger Social Media

Drei von vier Jugendlichen sehen zu viel Bildschirmzeit als gesellschaftliches Problem. Überraschend: Viele fordern klare Regeln und plädieren für ein Social-Media-Verbot für Kinder unter zwölf Jahren.

Schon die Jüngsten verbringen viel Zeit am Smartphone. Eine neue Vodafone-Studie zeigt, dass Jugendliche selbst mehr Regeln und bildschirmfreie Zeit fordern

© (Quelle: Shutterstock / Dizfoto)

Die Diskussion um den richtigen Umgang mit Smartphones und sozialen Medien wird meist von Eltern, Politik und Experten geführt. Eine neue europaweite Studie von Vodafone gibt nun auch Jugendlichen selbst eine Stimme und zeigt ein differenziertes Bild. Befragt wurden 4.000 junge Menschen im Alter von 11 bis 17 Jahren aus acht Ländern, darunter 500 in Deutschland. Ergebnis: Die Mehrheit sieht die Risiken übermäßiger Nutzung klar und wünscht sich mehr Offline-Zeit.

Rund 73 Prozent der Befragten gaben an, ihre Bildschirmzeit aktiv reduzieren zu wollen. Viele berichten, dass sie sich ohne Smartphone glücklicher, entspannter und kreativer fühlen. Besonders Jugendliche ab 16 Jahren erkennen die negativen Auswirkungen von Dauer-Scrollen auf Schlaf, Konzentration und Gesundheit. Entsprechend hoch ist das Interesse an Alternativen: Zeit mit Familie, Sport, Outdoor-Aktivitäten oder kreative Hobbys stehen bei vielen ganz oben.

Vodafone-Deutschlandchef Marcel de Groot betonte die Ambivalenz im Umgang mit Smartphones: „Unsere Handys bringen uns so viel Gutes. Sie sind heute Navigationssystem, Autoschlüssel und mobiles Reisebüro. Aber es gibt auch Schattenseiten: Viele Kinder kleben pausenlos am Handy und scrollen durch Social-Media-Plattformen. Erste Studien zeigen: Wenn wir zu lange am Screen hängen, schlafen wir schlechter und können uns weniger gut konzentrieren. Unsere Phone-Life-Balance ist an einigen Stellen in Schieflage geraten.“ Die Ergebnisse der neuen Studie seien deshalb überraschend, so de Groot, weil ausgerechnet die „Generation Smartphone“ selbst eine Reduzierung ihrer Nutzung fordere.

Strengere Regeln für Kinder gefordert

Bemerkenswert ist zudem der Blick auf jüngere Kinder: Fast zwei Drittel der befragten Jugendlichen ab 16 Jahren befürworten ein Social-Media-Verbot für unter Zwölfjährige. Selbst die Generation Alpha, also die Gruppe der 11- bis 15-Jährigen, unterstützt diese Forderung zu rund 50 Prozent. Damit kommt der Impuls für strengere Altersgrenzen nicht nur von Politik und Eltern, sondern direkt aus der Zielgruppe, die selbst mit TikTok, Instagram und Co. aufgewachsen ist.

Gleichzeitig sehen drei von vier Jugendlichen übermäßige Bildschirmzeit nicht nur als individuelles, sondern als gesellschaftliches Problem. Mehr als die Hälfte findet, dass Eltern ihr Smartphone mindestens genauso intensiv nutzen wie sie selbst. Damit werden auch Erwachsene Teil der Debatte um eine gesunde „Phone-Life-Balance“.

Die Ergebnisse zeigen: Der Wunsch nach klaren Regeln, Aufklärung und praktikablen Offline-Alternativen wächst. Und zwar aus der Generation heraus, die bislang als treibende Kraft der Social-Media-Nutzung galt.

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