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IFA 2025: KI und Nachhaltigkeit im Fokus

Die IFA 2025 eröffnet in Berlin mit 1.900 Ausstellern und ausverkaufter Fläche. Im Mittelpunkt stehen Künstliche Intelligenz, Nachhaltigkeit und neue Formate, die Handel, Kultur und junge Zielgruppen stärker einbeziehen sollen.

Leif Lindner, CEO der IFA Management GmbH, bei der Eröffnungspressekonferenz zur IFA 2025 in Berlin

© (Quelle: IFA)

„Andere Messen zeigen den Trailer – bei der IFA sieht man den Film.“ Mit diesem Vergleich setzte IFA-Chef Leif Lindner zum Auftakt der IFA 2025 in Berlin den Ton. Die Technikmesse meldet zum Start volle Hallen: 1.900 Aussteller belegen 180.000 Quadratmeter Fläche, mehr als im Jubiläumsjahr 2024. Erwartet werden über 200.000 Besucherinnen und Besucher.

Die Veranstalter sprechen von einer ausverkauften Messe. Gegenüber dem Vorjahr kamen rund 100 Aussteller hinzu, die Fläche ist vollständig belegt. Lindner betonte, es gehe nicht allein um Zahlen, sondern um die richtige Mischung aus internationalen Marken, Handelspartnern und Start-ups. Ziel sei es, die strategisch wichtigen Player nach Berlin zu holen und die Messe als relevanten Branchentreff zu positionieren.

KI als Querschnittsthema

Inhaltlich steht die IFA klar unter dem Vorzeichen der Künstlichen Intelligenz. Anders als bei früheren Branchenschwerpunkten ist das Thema nicht auf eine einzelne Halle beschränkt, sondern zieht sich durch sämtliche Ausstellungsbereiche, von Unterhaltungselektronik über Telekommunikation bis zu Haushaltsgeräten. „KI ist keine Nische, sondern längst Teil der Alltagsprodukte“, sagte Lindner. Beispiele reichen von Waschmaschinen mit lernenden Dosiersystemen über Smartphones mit erhöhter Rechenleistung bis zu Fernsehern mit personalisierten Empfehlungen.

Ein zweiter Schwerpunkt liegt auf Nachhaltigkeit. Gemeinsam mit der Organisation Cradle to Cradle sollen Kreislaufkonzepte und langlebige Produkte stärker sichtbar gemacht werden. Energieeffizienz, Ressourcenschonung und Reparierbarkeit sind Schlagworte, die in vielen Hallen präsent sind. „Innovation für alle heißt auch: Innovation, die der Gesellschaft und der Umwelt dient“, so Lindner.

IFA-Chef Leif Lindner bei den Media Days in Berlin

© Quelle: IFA

Um die Messe breiter aufzustellen, wurden mehrere neue Formate eingeführt. Mit dem Retail Leader Summit richtet sich die IFA gezielt an Handelsentscheider; bis zu 150 Führungskräfte sollen dort über künftige Geschäftsmodelle diskutieren. Premiere haben zudem die IFA Innovation Awards, mit denen Produkte in den Kategorien Design, Usability und Nachhaltigkeit ausgezeichnet werden.

Auch neue Themenbereiche sollen zusätzliche Zielgruppen ansprechen. Dazu zählen das Beauty Hub für digitale Kosmetiklösungen, das Games Ground für E-Sport und Gaming sowie der Mobility Track, in dem Elektromobilität und Mikromobilität im Mittelpunkt stehen. Im Sommergarten werden Outdoor-Kochen und smarte Gartentechnik präsentiert.

Kulturelle Öffnung

Darüber hinaus will sich die Messe stärker als kulturelle Plattform positionieren. Kooperationen mit Museen wie Fotografiska, Musikveranstaltungen in Berliner Clubs oder ein Live-Podcast im Sommergarten sollen ein jüngeres Publikum erreichen. Auch das Creator Hub wird ausgebaut: TikTok ist erstmals offizieller Partner und überträgt an allen Messetagen Inhalte live. „Wir wollen dort sichtbar sein, wo neue Meinungsführer entstehen“, sagte Lindner.

Neben diesen Angeboten rücken die Plattformen IFA Global Markets und IFA Next in den Vordergrund. In Halle 26 bündelt die IFA ihre internationale Sourcing-Plattform, die OEMs, ODMs, Zulieferer und Händler zusammenbringt. In Halle 25 konzentriert sich IFA Next auf Start-ups, disruptive Technologien und Pioniere der Branche. Ergänzt wird dies durch das neue Format „Find your next Tech“ (FYNT) in Halle 5.2a, das gemeinsam mit Webedia ein kuratiertes Programm von 35 Stunden Live-Inhalten bietet.

gfu-Geschäftsführerin Sara Warneke unterstrich die Rolle der Messe als Branchentreff: „Die IFA ist ein einzigartiger Treffpunkt für die globale Tech-Branche – hier können Fachbesucher sowie Endkonsumenten hautnah die Innovationen bestaunen, die unseren Alltag in den kommenden Jahren prägen werden.“

Mit ausverkaufter Fläche, neuen Formaten und klaren Schwerpunkten bei KI und Nachhaltigkeit zeigt die IFA 2025 ihren Anspruch, mehr als eine Produktschau zu sein. Lindner formulierte es so: „IFA steht für internationale Zusammenarbeit in Aktion, wenn Ideen, Innovationen und Menschen zusammenkommen.“

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