Neue Zahlen zum Netzausbau bei der Telekom und O2 Telefónica
Der Ausbau der deutschen Mobilfunknetze geht weiter voran: Telefónica Deutschland meldet für das erste Quartal 2026 2.000 Ausbaumaßnahmen, 400 mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Das soll der Umsetzung eins Projektes pro Stunde entsprechen.
Der Schwerpunkt liegt nach Angeben des Netzbetreibers auf dem Bau neuer Mobilfunkstandorte, um die Abdeckung und die Stabilität in bisher unterversorgten Regionen sowie entlang von Bahnstrecken und Straßen zu verbessern. Rund 200 neue Standorte gingen im ersten Quartal in Betrieb – mehr als zwei pro Tag. Damit hat Telefónica Deutschland doppelt so viele neue Standorte wie im Vorjahr errichtet (rund 100 neue Standorte im ersten Quartal 2025).
Neue Masten funken unter anderem im hessischen Waldeck (Bubenkreuz), im bayerischen Niederhornbach (Pfeffenhausen), im oberfränkischen Waidacher Forst, im rheinland-pfälzischen Schweix sowie im sächsischen Willitzgrün. Seit Jahresbeginn hat das Unternehmen zudem mehr als 1100 Kapazitätsaufrüstungen umgesetzt und mehr als 600 neue 5G-Sender aktiviert.
Hybride Technik bei der Telekom
Die Telekom hat Zahlen für den Fortschritt im Februar vorgelegt: 69 neue Mobilfunkstandorte hat das Unternehmen in Betrieb genommen. Die meisten neuen Standorte hat die Telekom in Nordrhein-Westfalen (15) in Betrieb genommen, gefolgt von Baden-Württemberg (10) und Bayern (10). An 175 bestehenden Standorten hat die Telekom die Kapazität erhöht.
Der Netzbetreiber verweist darauf, dass auch Kunden mit einem MagentaZuhause Hybrid-Anschluss direkt vom kontinuierlichen Ausbau des Mobilfunknetzes der Telekom profitieren. Da die Hybrid-Technologie die Bandbreite aus Festnetz und Mobilfunk flexibel kombiniert, stehen mit jeder Erweiterung der LTE- und 5G-Netze höhere Datenraten und zusätzliche Netzkapazitäten zur Verfügung. Insbesondere in Regionen mit bislang begrenzter Festnetzgeschwindigkeit ermögliche dies Telekom-Kunden spürbar schnellere Verbindungen und eine stabile Nutzung auch bei steigender Nachfrage.
Mit Hybrid schaltet der Router eigenständig die Bandbreite des Mobilfunk-Netzes hinzu, wenn Daten schneller übertragen werden könnten, als es die Festnetzleitung zulässt. Auch ohne Glasfaser-Anschluss können Kunden der Telekom mit MagentaZuhause Hybrid XXL jetzt Geschwindigkeiten von bis zu 500 MBit/s im Download und 50 MBit/s im Upload nutzen. Zudem können Festnetzanschlüsse mit Downloadgeschwindigkeiten von 16 MBit/s oder 50 MBit/s mit Hybrid nahezu bundesweit bis zu 100 MBit/s liefern.
Die Telekom baut nach eigenen Angaben ein "Ultra-Kapazitätsnetz". Durch eine Kombination von Maßnahmen wird sich die Kapazität im Netz verdoppeln. 90 Prozent der Standorte bieten künftig eine Download-Kapazität von 1 Gigabit pro Sekunde (GBit/s) pro Zelle. Alle Standorte nutzen künftig Low-Band-Frequenzen: 700, 800 und 900 Megahertz (MHz). Diese bieten hohe Reichweite und gute Netzabdeckung – auch in Gebäuden. Sie bilden die Basis für eine lückenlose Mobilfunkversorgung. 90 Prozent der Standorte erhalten zusätzlich Mid-Band-Frequenzen: 1.500, 1.800 und 2.100 MHz. Diese ermöglichen hohe Übertragungsraten und niedrige Reaktionszeiten. An Verkehrsknotenpunkten kommt gezielt das 3,6-GHz-Band zum Einsatz.
Auch am Backbone ihres "Ultra-Kapazitätsnetzes" baut die Telekom weiter aus. 85 Prozent der Standorte erhalten Glasfaser mit mehr als 10 GBit/s. Das Unternehmen entwickelt die Hardware und Software-Komponenten ständig weiter, um beispielsweise den Stromverbrauch im Netz zu reduzieren.