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Lesedauer 3 Min.

Samsung bringt AI ins Zuhause

Auf der IFA 2025 präsentiert Samsung das Konzept AI Home. Neben SmartThings-Routinen und Entertainment-Lösungen stehen vor allem Sicherheit mit Knox sowie die Ausweitung von Galaxy AI im Mittelpunkt.

Kevin Lee, Executive Vice President im Visual Display Business von Samsung, bei der Vorstellung von Vision AI auf der IFA 2025

© (Quelle: Samsung)

Samsung weitet auf der IFA 2025 in Berlin seine AI-Strategie deutlich aus. Unter dem Motto „Future Living, Now“ zeigt der Konzern das Konzept eines AI Home, das weit über die Vernetzung einzelner Geräte hinausgehen soll. Ziel ist ein Ökosystem, das Nutzer versteht, Aufgaben proaktiv übernimmt und dabei Sicherheit und Effizienz berücksichtigt.

Basis des AI Home ist die SmartThings-Plattform, die unterschiedliche Geräte und Dienste miteinander verbindet. Routinen wie Licht- und Temperatursteuerung oder die wetterabhängige Anpassung von Jalousien lassen sich automatisieren. Ergänzt wird dies durch Services wie Samsung Food, das Kühlschrankinhalte analysiert und passende Rezepte vorschlägt. Auch wenn Waschmaschinen, Backöfen und Staubsauger Teil der Präsentation waren, ging es Samsung weniger um Einzelprodukte, sondern um das Bild eines durchgängigen, intelligenten Zuhauses.

Eine von Samsung beauftragte Befragung zeigt: Zwei Drittel der Verbraucher finden ein AI-gestütztes Zuhause attraktiv. Viele versprechen sich vor allem Erleichterung bei alltäglichen Aufgaben sowie mehr Energieeffizienz.

Sicherheit im Ökosystem

Besonderes Gewicht legt Samsung auf das Thema Sicherheit – ein Aspekt, der auch für Geschäftskunden relevant ist. Mit Knox Vault werden sensible Daten direkt auf einem isolierten Hardware-Chip gespeichert. Ergänzend sorgt Knox Matrix für die Überwachung des gesamten Geräteverbunds: Vernetzte Produkte kontrollieren sich gegenseitig über eine private Blockchain-Struktur. Samsung will damit den Vorwurf entkräften, AI im Haushalt könne auf Kosten der Privatsphäre gehen.

Für Fachhändler und Systemhäuser ist dies ein wichtiger Punkt. Wenn AI-Anwendungen in kritische Bereiche wie Wohnen und Arbeiten hineinreichen, wird der Nachweis von Sicherheit und Datenschutz zu einem zentralen Verkaufsargument, und das nicht nur im Consumer-, sondern auch im B2B-Segment.

Vision AI und Copilot auf dem Bildschirm

Auch im Bereich Home Entertainment baut Samsung auf AI. Der neue Vision AI Companion macht den Fernseher zum interaktiven Begleiter: Nutzer können in natürlicher Sprache Fragen stellen oder Empfehlungen abrufen.

Darüber hinaus integriert Samsung Microsoft Copilot in die TV- und Monitor-Generation 2025. Die Aktivierung erfolgt per Sprachbefehl oder Knopfdruck über die Fernbedienung. Möglich sind Suchanfragen, Inhaltszusammenfassungen oder Unterstützung beim Sprachenlernen. Copilot ist über Tizen OS Home, Samsung Daily+ und Click to Search verfügbar und deckt Modelle von Micro RGB und Neo QLED bis hin zu The Frame sowie die Smart-Monitore M7, M8 und M9 ab.

Mit dieser Öffnung für externe Plattformen unterstreicht Samsung, dass es nicht allein auf eigene AI-Lösungen setzt, sondern auf Kooperation mit Partnern wie Microsoft, Google oder Perplexity.

Das AI Home ist Teil einer größeren Strategie. Anfang 2024 startete Samsung mit Galaxy AI auf Smartphones und hat die Funktionen seitdem Schritt für Schritt ausgeweitet. Ziel ist es, Galaxy AI bis Ende 2025 auf über 400 Millionen Geräten weltweit verfügbar zu machen. Damit verschmelzen Mobilgeräte und Haushalt zunehmend zu einem einheitlichen Ökosystem.

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