Samsung startet neues Format bei seinen Falt-Smartphones
Früher als in den Vorjahren fand diesmal das Unpacked Event von Samsung in London statt. Dort haben die Koreaner ihre neuen Falt-Smartphones und Smartwatches gezeigt, die ab sofort vorbestellt werden können. Dabei gibt es eine Neuordnung im Portfolio: Während das kompakte Galaxy Z Flip8 der Nachoflger des Vorjahresmodells ist, wird das größere Galaxy Z Fold7 durch das Galaxy Z Fold 8 Ultra ersetzt. Das Galaxy Z Fold8 ist dagegen ein ganz neues Modell mit einem anderen Formfaktor.
Denn das Foldable geht mehr in die Breite, was vor allem der besseren Darstellung von Inhalten wie Videos oder Spielen dienen soll. Das innere Display hat ein 4:3-Format bei 7,6 Zoll Diagonale. Der Außenbildschirm bietet 5,5 Zoll im 10,1:16-Format. Das Gehäuse ist mit 201 Gramm für ein Foldable leicht.
Bei unserem ersten Hands-On-Test überzeugte das Konzept durchaus, denn bei größeren Faltern wie der Fold-Serie bleiben gerade bei Filmen Teile des Displays ungenutzt. Zudem ist das neue Fold handlicher und leichter als diese Kategorie. Auffällig ist auch, wie stark Samsung den Falz an der Faltstelle fast auf Null reduziert hat und dieser kaum noch fühlbar ist. Grundsätzlich wirken alle drei Neulinge sehr hochwertitig und solide, allerdings stören die weit herausragenden Kameralinsen beim Auflegen der Geräte.
Zur technischen Ausstattung des Galaxy Z Fold8 gehören ein Snapdragon 8 Elite for Galaxy Prozessor, 10-Megapixel-Selfiecams in den beiden Displays und eine rückwärtige 50-Megapixel-Doppelkamera mit einem 120-Grad-Ultraweitwinkel aber kein optischer Zoom. Der 4.800 mAh-Akku lässt sich mit 45 Watt per Kabel laden. Drahtloses Laden und Rückwärtsladen sind ebenfalls möglich. Die Preise starten bei 1.999 Euro mit 12 GB RAM und 256 GB Datenspeicher, außerdem gibt es Versionen mit 12 und 512 GB für 2.199 Euro sowie 16 und 10.24 GB für 2.599 Euro.
Neue Technologie für die Displays
Die neue Titanschutz-Technologie für Displays soll die Geräte dünn halten, ohne ihre Strapazierfähigkeit zu verringern. Eine Kombination aus einer Folie mit Titanlegierung und einer überarbeiteten Titanplatte trägt dazu bei, die Stabilität des Displays zu erhöhen, Druck und Stöße abzufedern und die Sichtbarkeit der Falz zu reduzieren.
Alle Neuheiten werden mit Android 17 und der hauseigenen Oberfläche One UI 9 ausgeliefert. Sie sind zudem mit dem Sicherheitspaket Samsung Knox und Knox Vault versehen. Zu den umfangreichen KI-Funktionen gehört neben Google Gemini "Now Brief", das auf Basis von Routinen, Interessen und täglichen Bedürfnissen personalisierte Empfehlungen und Informationen liefern soll. Dafür stehen erweiterte Szenarien und anpassbare Briefing-Karten zur Verfügung. "Now Nudge" soll aus Erkenntnissen konkrete Handlungen herleiten: Die KI schlägt aus der Konversation heraus relevante nächste Schritte vor, zum Beispiel die Überprüfung des Terminplans, die Recherche eines Orts oder das Speichern eines Standorts.
Das Galaxy Z Fold8 Ultra
SamsungDas Galaxy Z Fold8 Ultra mit seinem großen 8-Zoll-Innendisplay und dem 6,5-Zoll-Außenbildschirm ist das Flaggschiff von Samsung, für das zwischen 2.199 und 2.799 Euro fällig werden. Es übernimmt das Kamerasystem von Galaxy S26 Ultra mit einer 200-Megapixel-Hauptlinse, die jetzt auch HDR-fähig ist, einer neuen 50-Megapixel-Weitwinkellinse und einem dreifachen optischen Zoom. Dazu gibt es auch hier 10-Megapixel-Selfiecams in den Displays.
Auch der Prozessor wurde mit dem Snapdragon 8 Elite Gen 5 for Galaxy erneuert und mit einer verbesserten Wärmeableitung unterstützt. An Speicher stehen 12 oder 16 GB RAM und 256, 512 oder 1.024 GB für Daten zur Verfügung. Der Akku wurde auf 5.000 mAh vergrößert und kann jetzt mit 45 Watt schneller per Kabel laden.
Das Samsung Galaxy Z Flip8
SamsungDie Flip-Serie repräsentiert bei Samsung die kompakten Falt-Smartphones. Das neue Galaxy Z Flip8 wurde mit 180 Gramm leichter und ist im geöffneten Zustand nur 6,1 Millimeter dick. Ein neues FlexWindow soll mehr Informationen und Apps auf das 4,1-Zoll-Außendisplay bringen. Dazu gibt es dort eine Doppelkamera mit einer 50-Megapixel-Hauptlinse und einem 12-Megapixel-Weitwinkel. Im inneren 6,9-Zoll-Display ist noch eine 10-Megapixel-Kamera untergebracht.
Als Prozessor kommt im Gegensatz zu den beiden anderen Neulingen kein Qualcomm-Produkt, sondern der hauseigene Exynos 2600 zum Einsatz, der von 12 GB RAM unterstützt wird. Der 4.300-mAH-Akku kann drahtlos oder per Kabel mit 25 Watt geladen werden. Die Preise beginnen bei 1.299 Euro mit 256 GB Speicher, 512 GB gibt es für 200 Euro mehr.