Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

So treiben die Kosten für Speicher die Smartphone-Preise

Die Marktforscher von Counterpoint haben ausgerechnet, wie stark sich die deutlich gestiegenen Preis für Spcheicherchips auf die Herstellung von Smartphones in verschiedenen Preisklassen auswirken.
Speicherchip im Smartphone
© ChatGPT

Die Befürchtungen, dass die Knappheit an Speicherchips steigende Verkaufspreise bei Smartphones, Tablets und Notebooks bringen, hat sich bisher nur teilweise bestätigt, doch wenn man Marktforschern von Counterpoint Research folgt, kommt der Schock erst noch. Denn die Preise für DRAM seinen im ersten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 50 Prozent gestiegen, die für NAND-Chips sogar um 90 Prozent.

Für drei Preiskategorien haben die Marktforscher die Auswirkung auf die Materialkosten der Smartphones berechnet, die so genannte "Bill of Materials" (BOM). Demnach sind die Auswirkungen im unteren Segment unter 200 US-Dollar Kaufpreis am größten: Bei einer typischen Speicherkonfiguration mit 6GB LPDDR4X und 128GB eMMC sollen die gesamten Materialkosten des Smartphones um 25 Prozent steigen. Der Speicher hätte an diesen Kosten im ersten Quartal einen Anteil von 43 Prozent und im zweiten Quartal durch den weiteren Anstieg sogar von 54 Prozent.

In der für die Mittelklasse (400 bis 600 US-Dollar) typischen Konfiguration mit 8GB LPDDR5X und 256GB UFS 4.0 soll der Anteil der Speicherkosten im ersten Quartal auf 25 Prozent und im zweiten Quartal auf 36 Prozent steigen. Für die Oberklasse (ab 800 US-Dollar) hat Counterpoint die Konfiguration mit 16GB LPDDR5X HKMG und 512GB UFS 4.1 gesetzt und rechnet damit, dass die Herstellungskosten der Smartphones so im zweiten Quartal um 100 bis 150-Dollar steigen. Der Anteil an den gesamten Produktionskosten steigt damit auf 41 Prozent.

Senior Analyst Shenghao Bai: “Der Anstieg der Speicherpreise hat auf die Produktionskosten einen strukturellen Einfluss. Dieses Jahr werden Hersteller damit kämpfen, Teilekosten, Margen und Verkaufsziele in der Balance zu halten. Jene, die stark auf Modelle der Einsteigerklasse setzen, haben ein deutliches Risiko kurzfristiger Verluste, wenn sie Marktanteile verteidigen müssen." Als Gegenmaßnahmen empfehlen die Analysten, das Portfolio und die Stückzahlen im Einsteigersegment zu reduzieren sowie bei Ausstattung der Geräte zu sparen.

Business Solutions

Neueste Beiträge

Microsoft mit neuem Channel Manager für das Mittelstandsgeschäft
Mit Markus Reischl gibt es bei Microsoft einen neuen Channel Manager für den Mittelstandsbereich im DACH-Raum. Außerdem wird Ralf Borgwardt den Bereich Financial Services & Insurance Industry bei der deutschen Niederlassung leiten.
2 Minuten
27. Jul 2026
Deutscher Glasfasermarkt: Viel gebaut, wenig rentabel
Die aktuelle Studie „Glasfaser in Deutschland – Ein Markt unter Monetarisierungsdruck“ von PwC zeigt, dass die Betreiber sich statt wie bisher auf den Netzausbau jetzt stärker auf die Auslastung und Monetarisierung konzentrieren müssen, damit sich die Kosten amortisieren.
3 Minuten
27. Jul 2026
Zoom führt Echtzeit-Übersetzung für Meetings ein
Zoom hat ein neues KI-gestütztes Feature für Echtzeit-Übersetzungen in den Zoom Meetings gelauncht. Teilnehmer können damit in ihrer eigenen Sprache sprechen, während die anderen sie in ihrer Sprache hören.
3 Minuten
24. Jul 2026
TH-Newsletter-Web-1920x1080.jpg

Die Top-News des Tages direkt aus der Redaktion

mit dem Telecom Handel Newsletter

Das könnte Sie auch interessieren

Massiver Stellenabbau bei O2 Telefónica betrifft auch den Vertrieb
Bei O2 Telefónica steht ein umfangreicher Stellenabbau bevor. Mehr als 1.000 Arbeitsplätze könnten nach Medienberichten wegfallen. Auch Teile des Vertriebs sind von den Einschnitten betroffen.
4 Minuten
10. Jul 2026
Das sind die Smartphone-Bestseller des ersten Quartals
Fünfmal Samsung, viermal Apple und einmal Xiaomi: Die Marktforscher von Counterpoint Research haben die weltweit im ersten Quartal des Jahres am häufigsten verkauften Smartphones ermittelt.
2 Minuten
7. Mai 2026
Vertragstarife: Aus GigaMobil wird Vodafone Mobil
Vodafone passt seine Laufzeit-Mobilfunktarife für Privatkunden an: Ab dem 16. Juli werden die bisherigen GigaMobil-Tarife in „Vodafone Mobil” umbenannt. Es gibt mehr Datenvolumen, allerdings fällt das „GigaDepot” weg. 
3 Minuten
30. Jun 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige