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Lesedauer 2 Min.

Warnsystem stoppt Millionen Betrugsanrufe

Telefonbetrug nimmt zum Jahresende deutlich zu. Vodafone meldet mehr als 41 Millionen Warnmeldungen seit dem Start des Spam-Warners – ein Hinweis auf die wachsende Belastung durch betrügerische Anrufe.

Ein Anrufer gibt sich als vertrauenswürdige Stelle aus – viele Betrugsversuche zielen darauf ab, sensible Daten oder Zahlungsinformationen zu erlangen

© (Quelle: shutterstock / DimaBerlin)

In der Vorweihnachtszeit steigt die Zahl betrügerischer Anrufe spürbar an. Vodafone registriert seit Anfang November deutlich mehr Warnhinweise über den im Mai gestarteten Spam-Warner. Das System blendet bei eingehenden Anrufen einen Hinweis ein, wenn die Rufnummer zuvor als potenzielle Betrugsnummer eingestuft wurde. Im Schnitt werden laut Anbieter rund 210.000 Warnmeldungen pro Tag ausgespielt, insgesamt inzwischen über 41 Millionen.

Der Dienst greift auf eine wachsende Datenbank mit mehreren tausend bekannten Spam-Rufnummern zu. Am 27. Mai fiel bislang der höchste Tageswert mit mehr als 660.000 Warnungen an. Nach Angaben des Unternehmens zeigt sich ein klarer Effekt: Wird eine Warnung angezeigt, liegt die Annahmequote bei nur 12 Prozent – deutlich niedriger als bei unbekannten Nummern ohne Hinweis, die im Schnitt zu 60 Prozent angenommen werden.

„Unser Warnsystem schlägt im Schnitt 210.000-mal pro Tag Alarm, um Handynutzer zu schützen“, sagt Vodafone-Deutschlandchef Marcel de Groot. Gleichzeitig betont er, dass technische Schutzmechanismen allein nicht ausreichen. Entscheidend sei, aufmerksam zu bleiben und keine sensiblen Informationen herauszugeben.

Ein Grundproblem bleibt: Viele Betrüger wechseln regelmäßig die Rufnummer. Neue oder noch nicht registrierte Nummern können daher ohne Warnhinweis durchkommen. Beschwerden zu verdächtigen Anrufen können bei der Bundesnetzagentur eingereicht werden; Sperrungen einzelner Rufnummern sind nur auf deren Anordnung möglich.

Die wachsende Zahl der Warnungen zeigt, dass Kriminelle verstärkt versuchen, persönliche Daten oder Zahlungsinformationen zu erbeuten – besonders in einer Phase, in der viele Menschen unter Zeitdruck stehen. Für Händler bedeutet das, Kunden auf typische Maschen hinzuweisen und bei Unsicherheiten klare Prüfwege zu empfehlen.

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