TD Synnex baut Samsung-Geschäft im B2B aus
Der Distributor TD Synnex baut seine Zusammenarbeit mit Samsung im Geschäftskundensegment aus. Künftig vertreibt das Unternehmen ein erweitertes Portfolio aus Smartphones, Tablets und Notebooks des Herstellers und positioniert dieses gezielt für den Einsatz in B2B-Projekten.
Fokus auf Projektgeschäft und Mittelstand
Mit der Erweiterung zielt TD Synnex vor allem auf das Projektgeschäft im Channel. Vertriebspartner sollen nicht nur Hardware beziehen, sondern bei der Umsetzung von Kundenprojekten umfassender unterstützt werden, etwa bei Planung, Finanzierung, Rollout oder Betrieb.
Im Fokus stehen dabei insbesondere mittelständische Unternehmen sowie klassische Workplace-Szenarien. Die Geräte sollen sich laut Anbieter sowohl für stationäre Arbeitsplätze als auch für mobile und hybride Einsatzmodelle eignen.
Parallel dazu passt Samsung seine B2B-Strategie an und rückt integrierte Lösungen stärker in den Mittelpunkt. Der Hersteller will insbesondere im Notebook-Segment wachsen und baut dafür Strukturen sowie Teams im Geschäftskundenvertrieb aus.
Inhaltlich setzt das gemeinsame Angebot auf die Kombination aus Endgeräten, KI-Funktionen und Sicherheitslösungen. Dazu zählen unter anderem Anwendungen auf Basis von Galaxy AI sowie die Sicherheitsplattform Samsung Knox.
Ein Teil der KI-Funktionen läuft direkt auf den Geräten. Das soll Vorteile bei Datenschutz und Verfügbarkeit bringen, etwa in Szenarien mit sensiblen Daten oder eingeschränkter Konnektivität.
„Unser Anspruch ist es, Hardware, KI-basierte Anwendungen und Security-Lösungen so zusammenzuführen, dass sie bei den Kunden unmittelbar einsetzbar sind“, sagt Anne Jeck, Vice President Endpoint Solutions bei TD Synnex Germany.
Knox wiederum deckt Sicherheitsfunktionen von der Hardware bis zur Cloud ab und adressiert Anforderungen an Compliance und Gerätemanagement.
Distributor als Projekt- und Servicepartner
Für den Channel positioniert sich TD Synnex dabei stärker als Projekt- und Servicepartner. Neben dem Produktportfolio umfasst das Angebot Dienstleistungen entlang des gesamten Projektzyklus – von der Beratung über technische Services bis zum After-Sales.
Ziel ist es, Partner bei komplexeren B2B-Vorhaben zu unterstützen, ohne selbst als Wettbewerber im Endkundengeschäft aufzutreten. Gerade im Mittelstand, wo integrierte Lösungen und begrenzte IT-Ressourcen aufeinandertreffen, soll dieser Ansatz zusätzliche Geschäftsmöglichkeiten eröffnen.
Für Fachhändler und Systemhäuser ist die Entwicklung vor allem aus zwei Gründen relevant: Zum einen wird das Samsung-Portfolio über den Distributor breiter und strukturierter im Channel verfügbar. Zum anderen verschiebt sich der Fokus weiter in Richtung Lösungen und Projekte statt reiner Produktverkäufe.
Damit folgt die Partnerschaft einem bekannten Muster im B2B-Markt: Hardware wird zunehmend im Kontext von Security, Management und Anwendungen vermarktet. Für den Handel bedeutet das zusätzliche Anforderungen, aber auch neue Ansatzpunkte für margenstärkere Projekte im Geschäftskundensegment.