Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Angriff auf Amazon: JD.com startet Joybuy in Deutschland

In sechs europäischen Ländern – darunter auch Deutschland – startet JD.Com seinen Omline-Marktplatz Joybuy. Mit günstigen Preisen und einer eigenen Logistik will der chinesische Online-Riese den Marktführer Amazon angreifen.
Joybuy-Lieferung
© JD.com

Der chinesische Onlinehändler JD.Com will massiv in Europa expandieren. Dazu läuft hierzulande für rund 2,2 Milliarden Euro die Übernahme von Ceconomy mit den Marken MediaMarkt und Saturn. Gleichzeitig geht der eigene Online-Marktplatz Joybuy jetzt in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, den Niederlanden, Belgien und Luxemburg an den Start. 

Im vergangenen Jahr starteten bereits erste Beta-Tests in Deutschland und Großbritannien. Die chinesischen E-Commerce-Anbieter stehen im Heimatmarkt unter starkem Konkurrenzdruck, deshalb sucht JD.com neue Absatzpotenziale bei Endkunden in Europa. Vor allem für den Marktführer Amazon ist das eine ernstzunehmende Konkurrenz.

Das Sortiment der Plattform umfasst unter anderem Unterhaltungselektronik, Haushaltsgeräte, Beauty-Produkte, Haushaltswaren sowie Lebensmittel. Zum Start sind unter anderem Marken-Shops von L’Oréal, Braun, De’Longhi, BRITA und Bodum integriert. Hier wird also keine Strategie mit billigen No-Name-Produkten aus Asien verfolgt. Trotzdem kündigt das Unternehmen „wettbewerbsfähige Preise“ an, man darf gespannt sein, was das bedeutet. Bereits jetzt gibt es zum Beispiel Smartphones mehrerer chinesischer Hersteller ziemlich günstig im Shop.

Eine Stärke dürfte die Logistik sein: JD.com betreibt nach eigenen Angaben unter JoyExpress bereits rund 60 Lagerhäuser und Logistikdepots in Europa und organisiert Teile der Zustellung über einen eigenen Last-Mile-Dienst. In großen Städten sollen Bestellungen, die vor 11 Uhr eingehen, noch am selben Tag ausgeliefert werden, Bestellungen bis 23 Uhr sollen am folgenden Tag ankommen. Kostenlosen Versand verspricht Joybuy ab einem Mindestbestellwert von 29 Euro. Mit „JoyPlus“ gibt es auch ein Kundenbindungsangebot für eine unbegrenzte kostenlose Lieferung, das auf Amazon Prime abzielt. Zum Start werden dafür 3,99 Euro im Monat fällig.

Künftig könnten auch die Media- und Saturn-Märkte zum Beispiel für Click-and-Collect in diese Logistik einbezogen werden und auch als Depots oder Servicestützpunkt für den Lieferdienst dienen. Ein solches Omnichannel-Konzept fehlt Amazon mangels stationärer Shops.

Distribution

Neueste Beiträge

ADN baut seine Akademie zum AI-Enablement-Hub aus
Der Distributor ADN erweitert das Angebot seiner Akademie um Workshops und Beratungsformate zur Einführung von KI-Anwendungen. Ziel ist es, Partner und Unternehmenskunden bei der Identifizierung und Umsetzung konkreter Anwendungsfälle zu unterstützen.
3 Minuten
22. Jul 2026
Freenet nimmt smarte Brillen von Meta ins Programm
Freenet erweitert sein Sortiment um smarte Wearables: Ab sofort ist die KI-Brille „Adventurer“ von Meta in drei Farb- und Glas-Varianten über alle Kanäle des Anbieters erhältlich.  
3 Minuten
22. Jul 2026
Samsung startet neues Format bei seinen Falt-Smartphones
Auf einem Unpacked Event hat Samsung seine neuen Foldables vorgestellt: Neben dem kompakten Galaxy Z Flip8 und dem größeren Galaxy Z Fold8 Ultra als Nachfolger der Vorjahresmodelle kommt das Galaxy Z Fold8 in einem neuen Formfaktor mit einem breiten Display.
4 Minuten
22. Jul 2026
TH-Newsletter-Web-1920x1080.jpg

Die Top-News des Tages direkt aus der Redaktion

mit dem Telecom Handel Newsletter

Das könnte Sie auch interessieren

Ceconomy setzt sich ambitionierte Ziele und treibt den Wandel voran
Der Cecnomy-Konzern erreicht seine Ziele für das laufende Geschäftsjahr und peilt eine deutliche Steigerung an. Der neue CEO will den Wandel der Marke MediaMarktSaturn von einer reinen Kette von Elektronikmärkten hin zum Omnichannel- und Services-Anbieter weiter vorantreiben.
4 Minuten
9. Jul 2026
Andreas Jurkiewicz verlässt BVJ Holding
Nach dem Rückzug des Mitgründers stellt sich die Führung der BVJ Holding GmbH neu auf. Dieter Bleicher und Claus Voss führen den Telekom-Shop-Betreiber künftig ohne Andreas Jurkiewicz weiter. Die operative Verantwortung liegt bei Matthias Trykacz und Andre Herrmann.
2 Minuten
30. Jun 2026
Remko Rijnders übernimmt als CEO von Ceconomy
Nach dem überraschenden Rücktritt des CEO Kai-Ulrich Deissner hat der Ceconomy-Konzern, mit dem ehemaligen CFO Remko Rijnders jetzt einen Nachfolger gefunden.
2 Minuten
2. Jul 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige