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Verbraucherstimmung erreicht neuen Tiefpunkt

Die Konsumlaune in Deutschland verschlechtert sich weiter. Laut HDE-Konsumbarometer sinkt die Stimmung im April auf den niedrigsten Stand des Jahres, eine Erholung des privaten Konsums ist vorerst nicht in Sicht.

Verbraucher halten sich mit Ausgaben zurück: Die steigende Sparneigung drückt die Konsumstimmung im April deutlich nach unten

© shutterstock / Nicoleta Ionescu 

Die Verbraucherstimmung in Deutschland bleibt unter Druck. Nach einem bereits schwachen März hat sich die Lage im April weiter verschlechtert. Das geht aus dem aktuellen Konsumbarometer des Handelsverbands Deutschland (HDE) hervor. Die Konsumlaune befindet sich damit weiter im Abwärtstrend.

Ein zentraler Faktor ist die wachsende Verunsicherung der Verbraucher. Sowohl das wirtschaftliche Umfeld als auch geopolitische Entwicklungen sorgen dafür, dass viele Haushalte vorsichtiger agieren. Entsprechend steigt die Sparneigung deutlich an. Statt größere Ausgaben zu tätigen, wird verstärkt versucht, finanzielle Rücklagen aufzubauen.

Schwache Erwartungen bremsen Konsum

Auch die Erwartungen an die eigene Einkommensentwicklung haben sich eingetrübt. Sie liegen aktuell wieder auf dem Niveau von Ende 2025 und damit spürbar unter dem Vorjahreswert. Parallel dazu bleibt auch der konjunkturelle Ausblick verhalten. Die Erwartungen an die wirtschaftliche Entwicklung stagnieren auf niedrigem Niveau, ein üblicher Frühjahrsimpuls bleibt aus.

Auffällig ist allerdings ein gegenläufiger Trend bei der Anschaffungsneigung. Trotz der insgesamt schwachen Stimmung steigt die Bereitschaft zu größeren Käufen. Das deutet darauf hin, dass geplante Investitionen nicht grundsätzlich gestrichen werden, die allgemeine Unsicherheit jedoch hoch bleibt.

Zusätzliche Belastung entsteht durch politische Diskussionen über mögliche wirtschaftspolitische Maßnahmen. Dazu zählt auch eine mögliche Erhöhung der Mehrwertsteuer. In Kombination mit internationalen Krisen verstärkt dies die Zurückhaltung beim Konsum.

Das HDE-Konsumbarometer basiert auf einer monatlichen Umfrage unter rund 1.600 Personen und misst die erwartete Entwicklung des Konsumverhaltens in den kommenden drei Monaten. Es gilt damit als Frühindikator für den privaten Verbrauch.

Eine kurzfristige Belebung des Konsums ist laut HDE nicht zu erwarten. Vielmehr deutet die Entwicklung darauf hin, dass auch die kommenden Monate von Zurückhaltung geprägt sein werden.

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