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42 Prozent der Händler setzen auf bezahlte Social-Media-Werbung

Viele Handelsunternehmen tun sich schwer mit Social Media. Probleme bereiten vor allem die regelmäßige Erstellung von Inhalten, der Umgang mit Kritik und fehlende personelle Ressourcen.
© (Quelle: Shutterstock / Mehaniq)
Soziale Medien gehören längst zum Alltag von Millionen Menschen in Deutschland. Für den Handel sind sie dennoch ein schwieriges Terrain. Fast die Hälfte der Handelsunternehmen mit Social-Media-Auftritt (46 Prozent) gibt an, dass es schwerfällt, regelmäßig Inhalte zu veröffentlichen. Das geht aus einer aktuellen Studie des Digitalverbands Bitkom hervor, für die 505 Unternehmen ab zehn Beschäftigten befragt wurden.
Zu den größten Herausforderungen zählt auch die Erstellung interessanter Inhalte (34 Prozent) und das Community Management (23 Prozent). Zudem sehen sich 41 Prozent mit negativen Kommentaren konfrontiert. Fake-Profile, die Kennzahlen wie Reichweite und Interaktionen verfälschen, belasten mehr als ein Drittel (35 Prozent). „Soziale Medien werden für den Handel immer wichtiger, sind aber nach wie vor mit großer Unsicherheit verbunden – denn im Gegensatz zu anderen Medien ist hier eine ständige Interaktion gefordert und einzelne Nutzerinnen und Nutzer haben eine viel stärkere Stimme“, sagte Nastassja Hofmann, Retail-Expertin beim Bitkom.

Neben diesen Faktoren spielen Kosten und Strukturen eine zentrale Rolle. Ein Drittel der Unternehmen (33 Prozent) sieht die finanziellen Aufwendungen für Social Media als Hürde. Ein Viertel (25 Prozent) beklagt fehlendes qualifiziertes Personal, knapp ein Fünftel (18 Prozent) das Fehlen einer klaren Strategie. Insgesamt sind 46 Prozent überzeugt, dass der Aufwand in keinem Verhältnis zum geschäftlichen Nutzen steht.

Trotz dieser Schwierigkeiten wollen viele nicht auf die Kanäle verzichten. Laut Studie halten 42 Prozent der befragten Unternehmen bezahlte Werbung in sozialen Netzwerken inzwischen für unverzichtbar, um Reichweite zu erzielen und sichtbar zu bleiben. Gleichzeitig berichten 38 Prozent von Problemen beim Aufbau von Follower-Zahlen und 27 Prozent von Schwierigkeiten, das Engagement – etwa Likes und Kommentare – zu steigern. 19 Prozent bewerten die Weiterleitung in die Onlineshops als unzureichend.

Die Bitkom-Erhebung macht deutlich: Der Handel sieht sich im Spannungsfeld zwischen hoher Relevanz und großem Aufwand. Sichtbar zu bleiben gelingt vielen nur mit zusätzlicher Investition in Werbung.

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