Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 3 Min.

Studie: Checkout wird zur Plattform

Eine neue EHI-Studie zeigt, wohin sich der Kassenbereich im Handel entwickelt. KI, Self-Checkout und mobile Kassengeräte gewinnen deutlich an Bedeutung.
Kassensystem im Einsatz

Self-Checkout im Einsatz: Händler investieren verstärkt in digitale und mobile Kassensysteme

© shutterstock / Anatoliy Cherkas

Der Checkout im stationären Handel verändert sich strukturell. Wie die Studie „Checkout-Trends 2026“ des EHI Retail Institute zeigt, setzen Händler verstärkt auf intelligente, vernetzte Systeme. Vorgestellt wurden die Ergebnisse im Rahmen der EuroShop in Düsseldorf.

Weniger Kassen, höhere Anforderungen

Die Zahl der Kassensysteme sinkt weiter. Aktuell sind 904.300 Kassen in 473.700 Betrieben im Einsatz. Im Vorjahr lagen die Werte noch bei 931.000 Systemen in 498.200 Betrieben. Hintergrund sind Filialschließungen und der anhaltende Wettbewerbsdruck durch den Onlinehandel. Auch Self-Checkout-Lösungen gleichen diesen Rückgang nicht aus.

Gleichzeitig steigen die Anforderungen an den Kassenprozess. 60 Prozent der befragten Händler sehen den größten Handlungsbedarf beim Einsatz Künstlicher Intelligenz – im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 33 Prozent. KI soll etwa Abläufe optimieren oder Prozesse automatisieren.

Self-Service-Lösungen wie Self-Checkout- und Self-Scanning-Systeme nennen 56 Prozent als Priorität. 48 Prozent setzen auf mobile Geräte mit Kassenfunktion, die den Bezahlvorgang in den Verkaufsraum verlagern.

Damit entwickelt sich der Checkout zunehmend von einem physischen Terminal zu einer flexiblen Systemplattform. Für die technische Infrastruktur bedeutet das höhere Anforderungen an Vernetzung, Datensicherheit und Systemintegration.

Investitionen mit Augenmaß

Der Modernisierungsbedarf ist sichtbar. Das durchschnittliche Alter der Kassenhardware liegt bei 5,9 Jahren und damit über dem Wert von 2024 (5,5 Jahre). Dennoch planen nur 22 Prozent einen vollständigen Systemaustausch. 88 Prozent wollen zumindest einzelne Komponenten wie Scanner, Drucker oder Displays erneuern.

Auch bei der Software steigt das Durchschnittsalter auf 6,9 Jahre (2024: 6,4 Jahre). Rund die Hälfte der Händler plant einen Wechsel der Kassensoftware. Individuelle Lösungen gewinnen dabei an Bedeutung, da sie sich besser in bestehende IT-Strukturen integrieren lassen und neue Funktionen wie kontaktlose Zahlungen oder Loyalty-Programme unterstützen.

Für Anbieter von POS-Hardware, mobilen Endgeräten und Netzwerkinfrastruktur zeigt die Studie: Der stationäre Checkout bleibt ein Investitionsfeld – allerdings unter wirtschaftlichem Druck und mit Fokus auf selektive Modernisierung.

EHI-Studie: Handlungsbedarf im Kassenprozess

Handlungsbedarf im Kassenprozess aus Sicht der Händler: KI-Unterstützung, Self-Checkout und mobile Kassengeräte stehen ganz oben auf der Agenda

© EHI-Studie „Checkout-Trends 2026

Neueste Beiträge

O2 Telefónica führt verifizierte Anrufe ein
Mit der Branded-Call-Lösung von Hiya sollen Kunden im Mobilfunknetz von O2 Telefónica besser vor Spamanrufen geschützt werden.
2 Minuten
23. Feb 2026
Freenet DLS: Sebastian Goebel rückt in Geschäftsführung auf
Die Freenet DLS GmbH erweitert ihre Geschäftsführung. Sebastian Goebel übernimmt Verantwortung für Marketing und Vertrieb sowie die Integration der Mobilezone Deutschland.
3 Minuten
23. Feb 2026
Vivo bringt Zeiss-Kameras in die Mittelklasse
Vivo hat zwei Smartphones der neuen V70-Serie gezeigt, die auch nach Deutschland kommen könnten. Sie sollen mit Zeiss-Technologie bei den Kameras punkten.
2 Minuten
20. Feb 2026
TH-Newsletter-Web-1920x1080.jpg

Die Top-News des Tages direkt aus der Redaktion

mit dem Telecom Handel Newsletter

Das könnte Sie auch interessieren

Galaxy-Flaggschiffe verlieren schnell an Wert
Samsungs aktuelle Smartphone-Generation war schon kurz nach Marktstart deutlich unter UVP erhältlich. Eine Auswertung zeigt, wie stark die Preise in den ersten Monaten fallen – und was Käufer künftig erwarten können.
2 Minuten
17. Feb 2026
Plattform statt Händler: Ceconomy treibt Umbau voran - Geschäftszahlen
Services, Marktplatz und Werbegeschäft gewinnen für Ceconomy zunehmend an Bedeutung. Die aktuellen Quartalszahlen zeigen, wie sich MediaMarktSaturn vom klassischen Elektronikhändler zur Plattform entwickelt und den Umbau vor dem Einstieg vonJD.comvorantreibt.
4 Minuten
12. Feb 2026
Social-Media-Trends bringen nicht jedem Händler Umsatz
Virale Trends aus sozialen Netzwerken spielen für viele Händler eine wachsende Rolle bei Marketing und Sortiment. Gleichzeitig zeigt sich, dass sich die Übernahme solcher Trends wirtschaftlich nicht für jedes Unternehmen auszahlt.
3 Minuten
16. Feb 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige