Teurer Smartphone-Herbst
Mit leichter Verzögerung ist die Chipkrise auch bei den Smartphone-Herstellern angekommen und schlägt jetzt voll ein. Der weltweite Absatz von Geräten soll laut den Analysten von Counterpoint Research dieses Jahr um 14,3 Prozent auf 1,07 Milliarden zurückgehen. Auch im kommenden Jahr dürfte der Abwärtstrend mit einem weiteren Minus von 1,4 Prozent anhalten, bevor für 2028 wieder mit einem Wachstum von 5 Prozent gerechnet wird. Das Volumen soll aber auch dann mit 1,11 Milliarden Smartphones noch deutlich unter dem Niveau der Jahre 2024 und 2025 liegen, das erst gegen Ende der Dekade wieder erreicht werden könnte. Hier könnte der dann mögliche Start von 6G den Markt wieder beleben.
Gründe für den Absturz sind die weiter steigenden Komponentenkosten, die Preiserhöhungen bei den Geräten bedingen, und die immer geringere Verfügbarkeit günstiger Einsteigermodelle, da die Hersteller ihre knappen Ressourcen zunehmend für teurere margenträchtigere Produkte umschichten. Zudem seien laut Counterpoint im Handel die Bestände an günstigeren Telefonen aus den Zeiten vor dem Kostenschock zunehmend aufgebraucht, was in den kommenden Monaten weitere Preissteigerungen bedeuten dürfte.