"Hausautomation? Das läuft nicht automatisch"

Kunden auf sich aufmerksam machen

Wie stellen Sie sicher, dass potenzielle Kunden auf Sie aufmerksam werden?
Roslan: Das ist gerade in diesem Geschäftsfeld alles andere als einfach, denn der erste Weg führt die Kunden nicht zum Handel, das muss man ganz klar sagen. Ein Großteil der Kunden findet uns durch unseren Web-Shop mit Z-Wave- und Fibaro-Lösungen, zudem haben wir uns dadurch einen Namen in der Branche gemacht, dass wir von Anfang an dabei waren.

Sie bieten ja auch Serviceleistungen an …
Roslan: Und das ist ein wesentlicher Bestandteil unseres täglichen Geschäfts! Durch unsere Expertise sind wir schon so weit, dass auch etliche Mitbewerber uns als Servicekontakt angeben. Es gibt ja leider Gottes sehr viele Web-Shops, die zwar günstig verkaufen, aber null Background-Wissen haben. Bei einem Preis von 1.500 bis 1.900 Euro für ein Einsteiger-Set bei Fibaro erwarten die Kunden dann auch eine entsprechende Beratung im Servicefall – und die können die Online-Verkäufer nur in den seltensten Fällen leisten. Außerdem sind wir in den einschlägigen Smart-Home-Foren aktiv, auch darüber wird man dann im Internet gefunden.

In den Foren werden sicherlich viele Fachfragen gestellt, geben Sie dort dann quasi eine kostenlose Beratung?
Roslan: Nein, natürlich nicht. Abgesehen von unseren Aktivitäten in den Foren bekommen wir täglich auch viele Anrufe oder Mails von Nutzern, die technische Fragen haben oder eine Beratung wünschen. Da frage ich mittlerweile immer vorab, ob sie das System denn auch bei uns gekauft haben. Wenn ja, beraten wir natürlich gerne, wenn nicht, verlangen wir eine Gebühr von 15 Euro für 15 Minuten. Auch im Shop handhaben wir das so. Die meisten Kunden akzeptieren das auch.

Arbeiten Sie auch mit Architekturbüros zusammen?

Roslan: Bislang nicht, die sind dazu einfach noch nicht bereit. Viele argumentieren so, dass dann ja bei jedem Gespräch mit dem Kunden auch ein Smart-Home-Experte dabei sein müsste, was sie zum einen nicht wollen und wovon sie sich auch keinen direkten Nutzen versprechen. Deutlich zielführender für den Händler ist es, eine Kooperation mit einem Elektriker einzugehen. Die kommen am Tag bei sechs bis sieben Kunden mit einem Störungsfall vorbei und machen im Jahr zusätzlich auch etliche Neuinstallationen. Und die können dann dem potenziellen Kunden auch deutlich besser vermitteln, was im Bereich der Gebäudeautomation überhaupt machbar ist.




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