B2B-Segment: Richtungswechsel bei Telefónica

Neues Partnerprogramm

Neben der Neueinteilung der Distributoren steht bei Telefónica auch ein neues Partnerprogramm auf dem Plan. „Das bisherige Five-Star-Programm ist seit Jahren nicht mehr verändert worden, deshalb ist es an der Zeit, es gründlich zu entstauben“, erklärt Blaschke. Ein wichtiger Bestandteil des neuen Konzeptes wird die Gewinnung neuer Partner sein – und diese beim Einstieg in die GK-Vermarktung zu unterstützen, in Zusammenarbeit mit den Distributoren. „Wir diskutieren mit unseren Partnern derzeit beispielsweise über Modelle für Existenzgründer und arbeiten an neuen Trainings- und Schulungsinhalten“, so der Leiter Indirect Sales.
Darüber hinaus sollen auch Bestands­partner darauf vorbereitet werden, neben Mobilfunkverträgen weitere Produkte der Münchner zu vermarkten. Dazu gehören vor allem Angebote wie die IP-Centrex-Lösung Digital Phone von Nfon aus dem Digital-Portfolio von Telefónica. Und schließlich plant der Münchner Netzbetreiber, die Zielgruppe für den indirekten Vertrieb auszuweiten: Partner sollen künftig Kunden mit bis zu 1.000 Mitarbeitern akquirieren können.
Unverändert bleibt laut Blaschke trotz der neuen strategischen Ausrichtung die Gewichtung zwischen Neu- und Bestandskundengeschäft bei der Einstufung der Partner. Die Wettbewerber Telekom und auch Vodafone setzen hier stärker auf das Neukundengeschäft, sehr zum Unmut langjähriger Partner. Bei Telefónica hingegen wird die Betreuung bestehender Kunden laut Blaschke genauso stark bewertet wie die Gewinnung neuer Kunden. „Die beiden Themen sind für Telefónica gleich wichtig, wir legen Wert auf einen guten Bestand und natürlich auch auf neue Kunden“, betont er. Langjährige Partner, die traditionell einen großen Kundenstamm betreuen, sollen deshalb nicht schlechter gestellt werden als neue Partner, die erst Kunden für den Netzbetreiber gewinnen. Und er kündigt an, dass Partner noch am Ende dieses Jahres die Rahmenbedingungen für die Grundprovisionen im ersten Quartal 2016 erfahren sollen. „Wir wollen Planungssicherheit“, sagt er.




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