Spracherkennung 20.01.2020, 11:15 Uhr

Amazon: Lernende Computer noch lange auf menschliche Hilfe angewiesen

Der Technikchef von Amazon ist der Ansicht, dass lernende Computer noch lange auf menschliche Hilfe angewiesen sein werden. Das gelte sowohl für die Spracherkennung als auch maschinelles Lernen insgesamt.
Mashine Learning
(Quelle: shutterstock.com/Alexander Supertramp )
Amazons Technikchef Werner Vogels geht davon aus, dass lernende Computer noch lange auf menschliche Hilfe angewiesen sein werden. Das gelte sowohl für die Spracherkennung als auch maschinelles Lernen insgesamt, sagte Vogels der Deutschen Presse-Agentur am Rande der Innovationskonferenz DLD in München. So gebe es in der Industrieproduktion viel Wissen rund um verschiedene Prozesse, das nur Menschen hätten. "Auf Menschen wird man noch lange nicht verzichten können."
Um Computersysteme anzulernen, müssten Menschen zunächst 20 oder 30 Prozent der Daten für sie beschreiben - und dann analysierten die Maschinen, auf dieser Basis den Rest. "Dieses Verhältnis kann sich mit der Zeit verschieben. Das Ziel ist natürlich, so viel wie möglich von diesem Prozess zu automatisieren." Die Menschen müssten trotzdem viele Fähigkeiten behalten: "Wenn die Autobatterie aufgibt und die Roboterwagen-Software sich abschaltet, sollte man besser in der Lage sein, selber zu fahren."
Bei Amazon hätten zugleich einige Teile des Geschäfts als Online-Händler eine Dimension, in der sie nicht mehr von Menschen allein betrieben werden könnten. Ein Beispiel sei, bei jeder Bestellung zu prüfen, ob ein Betrüger dahinterstecken könnte. Deshalb schätze die Maschine das Risiko auf Basis verschiedener Faktoren und schalte bei hoher Wahrscheinlichkeit den Menschen zur Prüfung ein.



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