Bundesweit 31.10.2016, 11:30 Uhr

Erneute Streiks in Amazons-Logistikzentren

Bei Amazon wird wieder gestreikt. Wie auch die vergangenen Male verlangen die Arbeiter einen Tarifvertrag und dass der Marktplatz-Betreiber von seinen "gewerkschaftsfeindlichen" Kurs ablässt.
Wie Verdi verkündet hat, gibt es wieder bundesweite Streiks beim E-Commerce-Riesen Amazon. Wie auch die zahlreichen vergangenen Male streiken die Mitarbeiter für eine Tarifbindung.
"Die Beschäftigten verlangen, dass Amazon mit Verdi Verhandlungen über einen Tarifvertrag aufnimmt und seinen gewerkschaftsfeindlichen Kurs aufgibt. […]Die Beschäftigten verlangen existenzsichernde Löhne und gute Arbeitsbedingungen per Tarifvertrag. Die Lohnerhöhungen, die Amazon vorgenommen hat, sind ein Ergebnis der Streiks. Ohne Druck würde sich Amazon nicht bewegen", sagt ver.di-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger.
Betroffen von den Streiks sind zahlreiche Standorte in Deutschland. Insgesamt finden Arbeitsniederlegungen in Rheinberg und Werne (NRW), Graben (Bayern), Bad Hersfeld (Hessen) sowie Koblenz (Rheinland-Pfalz) statt. Zahlreiche Mitarbeiter nehmen somit sowohl zur Früh- als auch zur Spätschicht ihre Arbeit nicht auf. Nach Angaben von Verdi haben die Niederlegungen in Bad Hersfeld und Koblenz bereits Sonntagnacht begonnen.

Hohes Bestellvolumen wegen Feiertag

Besonders wegen des bevorstehenden Feiertags "Allerheiligen" ist in den Versandzentren ein hohes Bestellvolumen aufgelaufen. Zudem werden sicherlich an dem Feiertag ebenfalls vermehrt Bestellungen bei dem Online-Händler eingehen. Somit ist sicher, dass die Streiks auch in diesem Fall ihre Wirkung wohl nicht verfehlen werden. Mal sehen, ob es Amazon gelingt, dass die Online-Shopper von den Streiks keine Auswirkungen in Form von verspäteten Lieferungen zu spüren bekommen.
Bereits im Oktober haben zahlreiche Amazon-Mitarbeiter ihre Arbeit niedergelegt. Damals wurde unter anderem in Bad Hersfeld, Leipzig und Koblenz gestreikt.



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