Ad Fraud 05.12.2018, 09:45 Uhr

Google wirft Cheetah-Mobile-Apps aus dem Play Store

Jetzt hat auch Google missbräuchliche Ad-Fraud-Techniken in den Apps von Cheetah Mobile entdeckt. Als Reaktion wurden erste Tools des Entwicklers aus dem Store entfernt.
(Quelle: Pe3k / Shutterstock.com)
Nachdem das Apps-Analytics-Unternehmen Kochava in der vergangenen Woche die betrügerischen Machenschaften des App-Entwicklers Cheetah Mobile angeprangert hatte, zieht nun auch Google Konsequenzen aus dem Vorfall und wirft erste Apps der Chinesen aus dem Play Store.
Die Anwendungen von Cheetah Mobile sollen mittels sogenanntem Click Flooding und Click Injection ungerechtfertigt die Prämiengelder für In-App-Bewerbungen erbeutet haben. Diese Monetarisierungsform ist weit verbreitet im Play Store und honoriert die im Zuge von Werbeweiterleitungen erfolgten Installationen anderer Apps mit einer Prämie.
Gegenüber dem Nachrichtenportal BuzzFeed News erläuterte ein Google-Sprecher nun, dass interne Untersuchungen dieses missbräuchlichen Verhalten in den Apps CM File Manager und der Kika-Tastatur vorgefunden haben. Da dies einen klaren Verstoß gegen die Developer-Richtlinien auf Google Play darstellt, wurden die Anwendungen vorerst aus dem Store entfernt.

Ad-Fraud-Techniken in Apps von Cheetah Mobile

Allerdings hatte Kochava die Ad-Fraud-Techniken in insgesamt acht Apps aus dem Hause Cheetah Mobile und der Tochter Kika Tech entdeckt. Clean Master, Security Master, und CM Locker sind weiterhin im Play Store verfügbar. Die Tools Battery Doctor und CM Launcher wurden von den Entwicklern selbst aus dem Store entfernt, die Anwendungen sollen aber künftig wieder an den Start gehen.
Kochava zeigt sich indessen erfreut über die Ergebnisse der Google-Untersuchung, die die eigenen Analysen bestätigen. "Werbetreibende müssen in der Lage sein, in einer Umgebung zu arbeiten, die frei von Betrug ist," sagt Grant Simmons, Leiter der Kundenanalyse von Kochava.



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