Prognose für 2018 10.11.2017, 09:45 Uhr

Ransomware besonders gefährlich für Android

Mobile Geräte werden für Ransomware-Angriffe immer beliebter. Zu diesem Ergebnis kommen die Sicherheitsexperten von Sophos in einer Analyse für 2017. Besonders Android-Geräte sind ein beliebtes Ziel von Kriminellen.
(Quelle: Chesky / shutterstock.com)
Laut einer Analyse der Sicherheitsexperten von Sophos wird es bis Ende 2017 schätzungsweise rund 10 Millionen verdächtige Apps für Android-Geräte geben. 77 Prozent davon entfallen laut den Experten auf Malware, 23 Prozent auf "potenziell unerwünschte Anwendungen" (PUAs).
Im Vergleich zu 2013 steigt der Analyse zufolge die Zahl von verseuchten Apps kontinuierlich an. 2013 waren es mit rund einer halben Million schadhafter Anwendungen noch verhältnismäßig wenige. Bereits 2015 stieg die Zahl auf 2,5 Millionen, 2016 schließlich sogar auf 8,5 Millionen.
42 Prozent der schadhaften Apps im Google Play Store konnten den Experten zufolge mit der Malware-Familie Rootnik in Verbindung gebracht werden.
Bei den PUAs ist hingegen ein Rückgang zu vermelden. Die Anzahl der PUAs lag 2016 noch bei knapp 1,5 Millionen. 2017 jedoch sank die Zahl auf unter eine Million, so die Experten weiter.

Die Bedrohung wird 2018 weiter zunehmen

Für 2018 geht Sophos davon aus, dass die Bedrohung durch Ransomware und andere Schadsoftware für Android-Geräte noch weiter zunehmen wird. Um die Geräte vor entsprechenden Bedrohungen zu schützen, empfehlen die Sicherheitsexperten, passende Security-Tools zu installieren. Außerdem sollte einiges beachtet werden:
Apps sollten nur aus dem offiziellen Store geladen werden - Drittanbieterseiten sind hingegen nicht zu empfehlen. Verfügt eine App zudem nur über eine sehr geringe Reputation, sollten die Nutzer vorsichtig sein. Ferner ist es ratsam, zur Verfügung gestellte Patches des Betriebssystems sowie Sicherheitsupdates von Apps regelmäßig durchzuführen beziehungsweise zu installieren.



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